In den teuersten Ausführungen des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max setzt Apple ab einer Speicherkapazität von 1 TByte offenbar zumindest teilweise auf QLC-NAND-Flash. Messungen zeigen, dass diese Speicherbausteine bei hoher Dauerschreiblast und stark belegtem Speicher massiv an Geschwindigkeit verlieren – wodurch die teureren Varianten langsamer schreiben als günstigere Modelle.
QLC statt TLC: Höhere Dichte, langsameres Schreiben
Während in den Varianten mit 256 und 512 GByte weiterhin TLC-Speicher (Triple Level Cells mit drei Bit pro Zelle) steckt, wechselt Apple bei den 1- und 2-TByte-Versionen auf Quadruple Level Cells (QLC). QLC speichert vier Bit pro Zelle und ermöglicht eine höhere Speicherdichte, was die Beschaffung von Chips mit sehr großer Kapazität erleichtert. Allerdings verdoppelt sich dadurch die Zahl der Spannungszustände auf 16, was die native Schreibgeschwindigkeit ohne Zwischenspeicher drastisch senkt.
Cache kaschiert Einbrüche nur bei freiem Speicher
Um diese Schwäche auszugleichen, nutzt Apple gestaffelte Caches. Tests des Kanals Homolab an einem iPhone 18 Pro mit 1 TByte (bestückt mit Kioxia-Speicher) belegen, dass im Werkszustand ein rund 250 GByte großer Pseudo-SLC-Cache aktiv ist. In diesem Bereich schreibt das Smartphone Daten mit schnellen 3,2 GByte/s weg – ein Vorgang, der bei voller Auslastung etwa 1,5 Minuten durchhält.
Das Problem: Je voller der interne Speicher wird, desto kleiner fällt dieser Puffer aus:
- 60 Prozent Belegung: Der schnelle SLC-Cache schrumpft auf rund 58 GByte.
- Zweite Cache-Stufe: Ein nachgeschalteter, dynamischer Pseudo-TLC-Cache erreicht noch knapp 580 MByte/s.
- Erschöpfter Cache: Sind alle Zwischenspeicher voll, bricht die durchschnittliche Schreibrate auf magere 45 MByte/s ein – mit Spitzen nach unten von unter 2 MByte/s. Das liegt deutlich unter dem Niveau moderner Speicherkarten.
Was bedeutet das für die Praxis?
Wer nur gelegentlich Fotos aufnimmt oder kleinere Datenmengen sichert, wird die Drosselung im Alltag zunächst kaum bemerken. Problematisch wird es jedoch, wenn große Datenmengen am Stück übertragen werden – etwa beim Überspielen ganzer Videostaffeln – und das Gerät gleichzeitig bereits stark gefüllt ist. Nähert sich der Füllstand der Kapazitätsgrenze, kann sich das Schreibverhalten spürbar zäher anfühlen als bei Modellen mit 512 GByte.
Käufer, die zwischen 2.200 und 3.100 Euro für die Spitzenmodelle ausgeben, müssen sich damit überraschenderweise mehr Gedanken um ihren Speicherstand machen als Nutzer kleinerer Modellvarianten.
Quellen: Heise – News

















