Apples faltbares Smartphone steht vor der Markteinführung: Am 23. Oktober kommt das neue iPhone Duo in den Handel. Kurz vor dem Verkaufsstart haben Verantwortliche des Herstellers in einem Gespräch mit dem Magazin GQ Einblicke in die Entwicklung gewährt. Im Mittelpunkt standen dabei das Scharnier, die Display-Proportionen und die Software-Anpassungen des Neulings, den wir bereits in unserem iPhone Duo Hands-on unter die Lupe genommen haben.
Das Notizbuch als Vorbild für Form und Scharnier
An dem Gespräch nahmen Apple-Chef John Ternus, Industriedesign-Leiterin Molly Anderson sowie Interface-Design-Chef Steve Lemay teil. Laut Anderson diente ein klassisches Notizbuch als zentraler Bezugspunkt für den Entwurf, da es sich um einen vertrauten Gegenstand handle, den viele Nutzer ohnehin täglich mitführen. Ziel sei es gewesen, viel Bildschirmfläche bereitzustellen und das Gerät im geschlossenen Zustand dennoch kompakt zu halten.
Bei den Proportionen orientierte sich das Design-Team an internationalen Papierformaten der DIN-A-Reihe. Da ein DIN-A-Blatt auch gefaltet dasselbe Seitenverhältnis aufweist, behält das iPhone Duo im geschlossenen wie im geöffneten Zustand identische Proportionen. Beim Aufklappen setzt Apple auf einen variablen Drehmoment-Widerstand im Scharnier: Zu Beginn lässt sich das Gehäuse leicht öffnen, bevor es zum Ende der Bewegung selbstständig in die flache, vollständig geöffnete Position gleitet.
Software-Übergang ohne Bruch
Für die Benutzeroberfläche verfolgte Interface-Chef Steve Lemay das Ziel, die Hardware wie ein einziges Gerät wirken zu lassen und nicht wie zwei lose verbundene Bildschirme. Beim Öffnen soll das Display dem Anwender optisch so vermittelt werden, als würde das Gerät in der Hand lediglich anwachsen. Bedienelemente bleiben an denselben Stellen und verändern ihr Aussehen nicht, um das erneute Suchen von Schaltflächen zu vermeiden.
Als konzeptionelle Einflüsse auf die Software nannte Lemay das iPhone, das iPad sowie den Mac – das Ergebnis versteht er als eine Art Zusammenstellung der besten Eigenschaften dieser drei Systeme. Zudem setzt der Hersteller darauf, dass externe Entwickler neue Anwendungsmöglichkeiten schaffen, die das Bedienkonzept künftig weiter prägen sollen.
Einordnung: Hoher Einstiegspreis von 2.299 Euro
Mit einem Basispreis von 2.299 Euro platziert Apple das iPhone Duo deutlich über herkömmlichen Smartphones. Der Betrag unterstreicht, dass Apples Falt-Smartphone trotz des alltagsnahen Notizbuch-Ansatzes zunächst ein hochpreisiges Nischensegment für Early Adopter bleibt. Nutzer, die einen Kauf erwägen, sollten beachten, dass viele der versprochenen Software-Möglichkeiten maßgeblich von künftigen App-Anpassungen externer Entwickler abhängen. Ob sich die Mechanik im Dauereinsatz bewährt, wird sich nach der Auslieferung Ende Oktober zeigen.
Quellen: macerkopf.de














