Sieben Jahre nach Samsungs erstem Falt-Gerät steigt nun auch Apple in das Foldable-Segment ein: Am 16. Oktober 2026 starten die Vorbestellungen für das neue iPhone Duo, die Auslieferung beginnt am 23. Oktober. Preislich markiert das Gerät mit einem Einstiegspreis von 2.299 Euro für 256 GB Speicher einen neuen Höchststand im Portfolio des Herstellers.
Eigenes Seitenverhältnis und matte Display-Schicht
Statt auf ein geöffnet nahezu quadratisches Format wie frühere Faltgeräte zu setzen, nutzt Apple ein Seitenverhältnis von annähernd 1:√2 (1,4:1), das an gängige DIN-Papierformate angelehnt ist. Das äußere OLED-Display misst 5,4 Zoll bei 1.398 × 2.034 Pixeln, während das innere Display geöffnet auf eine Diagonale von 7,6 Zoll kommt. Zum Vergleich: Das aktuelle Konkurrenzmodell Samsung Galaxy Z Fold 8 hat sich von rein quadratischen Innendisplays ebenfalls wegbewegt.
Auf der Innenseite setzt Apple auf eine Nanotextur-Oberschicht über Glas und einer tragenden Titanplatte. Diese matte Oberfläche minimiert Spiegelungen sowie Fingerabdrücke und kaschiert die materialspezifische Falz (den Knick im Display) deutlich unauffälliger als die glänzenden Oberflächen der Mitbewerber, wenngleich sie je nach Lichteinfall nicht völlig unsichtbar bleibt.
Titan-Gehäuse, Scharnier und Rückkehr von Touch ID
Geöffnet ist das iPhone Duo mit 5,2 Millimetern das bisher dünnste Smartphone des Herstellers. Mit einem Gewicht von 254 Gramm liegt das aus zu 85 Prozent recyceltem Titan gefertigte Gehäuse – verfügbar in „Sternenweiß“ und „Nachthimmel“ – auf dem Niveau eines iPhone 18 Pro Max (249 Gramm). Das stufenlose Scharnier ermöglicht verschiedene Aufstellwinkel, etwa für die Nutzung als Wecker im Standby-Modus, als Zelt oder halb aufgeklappt als Mininotebook mit virtueller Tastatur.
Für Gesichtsentsperrung via Face ID war aus Platzgründen kein Raum: Apple verzichtet aufgrund technischer Limits bei der Bauhöhe vorerst darauf und setzt stattdessen auf Touch ID.
Multitasking auf iOS
Auf der Softwareseite führt das Duo ein erweitertes Multitasking ein. Nutzer können zwei Apps parallel nebeneinander oder übereinander anheften und als festes App-Paar abspeichern. Die Fenstergrößen lassen sich im Gegensatz zu Samsungs Oberfläche jedoch nicht frei anpassen. Das App-Dock wechselt im geschlossenen Zustand an den rechten Rand und fasst wie im geöffneten Zustand maximal vier Apps. Wie erste Praxiseindrücke von ComputerBase zeigen, gelingt der Wechsel zwischen Außen- und Innendisplay nahtlos und ohne Verzögerung.
Einordnung für Interessierte
Apple liefert mit dem iPhone Duo technisch eine ausgereifte erste Generation ab, profitiert dabei jedoch sichtbar von der jahrelangen Vorarbeit der Konkurrenz. Kaufinteressenten sollten neben dem sehr hohen Anschaffungspreis beachten, dass die softwareseitigen Multitasking-Möglichkeiten derzeit noch starrer reguliert sind als bei etablierten Android-Pendants.
Quellen: Computerbase.de/news




