Apple hat unter seiner Unternehmenstochter Beats by Dr. Dre die Beats 360 vorgestellt. Der neue Over-Ear-Kopfhörer setzt auf aktive Geräuschunterdrückung (ANC) und eine werkzeuglose Wechselmechanik für Ohr- und Kopfbandpolster. Das Modell ist ab dem 24. September für rund 350 Euro erhältlich.
Modulares Polstersystem und Schutz vor Nässe
Auffälligstes Merkmal der Beats 360 ist das modulare Polsterkonzept: Nutzer können sowohl die Ohrpolster als auch das Kopfband ohne zusätzliches Werkzeug austauschen. Die Ohrmuschelpolster lassen sich mit einer einfachen Drehbewegung gegen den Uhrzeigersinn lösen. Das Kopfpolster wird direkt aus der Verankerung herausgezogen und wieder hineingedrückt.
Im Lieferumfang enthalten sind standardmäßig Polster aus dem atmungsaktiven Netzgewebe „Performance Knit“. Optional bietet der Hersteller Kunstleder-Polster an, die bereits von den Beats Studio Pro bekannt sind. Bei den Polsterfarben stehen Schwarz, Weiß („Wolke“), Pink, Himmelblau, Dunkelblau („Navy“) und Neongelb („Volt“) zur Auswahl. Das Gehäuse der Beats 360 ist nach der Schutzart IPX4 zertifiziert, was Schutz gegen Spritzwasser, Regen und Schweiß bietet. Zusammenklappen lässt sich der Kopfhörer für den Transport zwar nicht, die Ohrmuscheln lassen sich jedoch flach eindrehen. Zum Verstauen liegt ein Stoffbeutel bei.
Verbesserte Geräuschunterdrückung und 32 Stunden Laufzeit
Für die aktive Geräuschunterdrückung sind insgesamt neun Mikrofone verbaut, die neben dem Filtern von Außengeräuschen auch der Stimmisolation bei Telefonaten dienen. Nach Herstellerangaben soll die Geräuschunterdrückung bis zu 1,75-mal stärker ausfallen als beim Schwestermodell Beats Studio Pro. Erste Höreindrücke bescheinigen dem Modell eine gleichmäßige Filterung sowie ein ausgewogenes Klangbild mit kräftigem Bassbereich.
Die Akkulaufzeit beziffert Apple auf 32 Stunden – unabhängig davon, ob die aktive Geräuschunterdrückung eingeschaltet ist oder nicht. Damit übertrifft das Modell die AirPods Max 2 um rund zehn Stunden, bewegt sich im Gesamtvergleich moderner ANC-Kopfhörer jedoch im Mittelfeld.
Integration für Android und Apple-exklusive Funktionen
Im Gegensatz zu den hauseigenen AirPods setzt Apple bei den Beats 360 auf eine breitere Plattformunterstützung. Über eine separate Android-App im Google Play Store können Nutzer den Kopfhörer verwalten. Während man klassische AirPods mit Android und Windows koppeln kann, bieten die Beats 360 nativen Komfort wie 1-Klick-Kopplung sowie die Ortung über Googles „Find Hub“ beziehungsweise Apples „Wo ist?“-Netzwerk.
Bluetooth-Multipoint zur gleichzeitigen Verbindung zweier Zuspieler wird unterstützt. In Tests funktionierte der parallele Betrieb zweier Android-Smartphones problemlos, während die gleichzeitige Kopplung eines MacBook und eines Android-Geräts zu Verbindungsabbrüchen führte. Zudem bleiben bestimmte Funktionen der Apple-Welt vorbehalten: Die Sprachsteuerung per „Hey Siri“ sowie personalisiertes 3D-Audio mit dynamischer Kopferfassung erfordern zwingend ein Apple-Gerät.
Preise und Verfügbarkeit
Die Beats 360 sind ab dem 24. September für rund 350 Euro im Handel erhältlich. Zusätzliche Kunstleder-Polster bietet der Hersteller gegen Aufpreis an.
Quellen: Chip.de

















