HomeKit Secure Video: KI-Zusammenfassungen erfordern teure iCloud-Tarife

HomeKit Secure Video: KI-Zusammenfassungen erfordern teure iCloud-Tarife

Apple verlangt für neue KI-Funktionen im hauseigenen Smart-Home-System unerwartet hohe Abopreise. Wer mit iOS 27 die automatischen Textzusammenfassungen von Überwachungsvideos nutzen möchte, muss dafür deutlich höher dotierte iCloud+-Tarife buchen als bisher üblich.

Drastische Aufpreise für Videoauswertungen per KI

Bislang war der Kameraservice HomeKit Secure Video (HKSV) vergleichsweise günstig in die Cloud-Tarife des Herstellers integriert: Für 99 Cent im Monat zeichnet der Dienst eine Kamera auf, für 2,99 Euro fünf Kameras und im Paket für 9,99 Euro eine unbegrenzte Anzahl. Mit der Einführung der sogenannten AI Video Summaries ändert sich dieses Abrechnungsmodell grundlegend. Die Funktion analysiert Bewegungsereignisse über Apple Intelligence und sendet eine kurze Textbeschreibung des Geschehens als Push-Nachricht auf das Endgerät, sodass Nutzer nicht jedes Überwachungsvideo manuell ansehen müssen.

Wie ein Bericht von Heise Online unter Berufung auf Nutzerberichte nach Veröffentlichung von iOS 27 in den USA zeigt, greift bei den KI-Zusammenfassungen eine strenge Begrenzung:

  • 2-TByte-Plan (9,99 US-Dollar pro Monat): Enthält lediglich die KI-Auswertung für eine einzige Kamera, obwohl weiterhin beliebig viele Kameras ohne KI gespeichert werden dürfen.
  • 6-TByte-Plan (29,99 US-Dollar pro Monat): Ermöglicht die KI-Zusammenfassungen für maximal zwei Kameras.
  • 12-TByte-Plan (59,99 US-Dollar pro Monat): Deckt bis zu fünf Kameras mit KI-Auswertung ab.
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Eine Option, unbegrenzt viele Kameras mit der intelligenten Videoanalyse auszustatten, bietet Apple derzeit überhaupt nicht an.

Hintergründe und Verfügbarkeit in der Europäischen Union

Die Preisgestaltung verdeutlicht die hohen Betriebskosten für sogenannte KI-Inferenz in Rechenzentren, also das permanente Berechnen und Auswerten von Datenmodellen bei eingehenden Videostreams. Bislang subventionieren viele Technologieunternehmen derartige Serverleistungen. Apple wählt nun ein Modell, das sich eher an den Preisen spezialisierter KI-Abonnements wie jenen von OpenAI oder Anthropic orientiert, statt die Rechenleistung pauschal im Basistarif anzubieten.

Verbraucher in der Europäischen Union sind von den drastischen Preisen vorerst nicht direkt betroffen. Aus regulatorischen Gründen bleibt die Funktion hierzulande zum Start – analog zu weiteren Elementen von Apple Intelligence – zunächst gesperrt. Sobald der Dienst jedoch in Europa freigegeben wird, dürften vergleichbare Euro-Preise fällig werden.

Was Betroffene jetzt beachten sollten

Wer Kameras über HomeKit Secure Video betreibt, sollte bestehende iCloud-Abonnements vorerst nicht vorschnell anpassen. Das klassische Speichern und Abrufen von Aufnahmen funktioniert innerhalb der bisherigen Tarife unverändert weiter. Für Nutzer mit mehreren Außen- oder Innenkameras droht die KI-Funktion jedoch zu einer echten Kostenfalle zu werden, da schon bei mehr als zwei Geräten das größte Speicherpaket gebucht werden müsste. Vor einer späteren Aktivierung sollten Haushalte daher genau prüfen, ob die automatisierte Texterkennung den deutlichen Monatsaufpreis im Alltag tatsächlich rechtfertigt.

Quellen: Heise – News

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