Soziale Medien

Mozilla kündigt Schließung von Mastodon-Instanz an

Mozilla stellt seine Mastodon-Instanz Mozilla.social ein: Der Dienst wird am 17. Dezember 2024 abgeschaltet. Das im Mai 2023 gestartete Angebot war als datenschutzfreundliche Alternative im Fediverse angetreten, blieb bei der Nutzerzahl jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Zu wenig Zuspruch für Mozillas Fediverse-Experiment

Nach eigenen Angaben zählte Mozilla.social zuletzt weniger als 300 aktive Nutzer. Für ein Projekt, das den offenen und dezentralen Ansatz des Fediverse mit Mozillas Datenschutzversprechen verbinden sollte, war das zu wenig, um den laufenden Betrieb zu rechtfertigen. Mozilla zieht daraus die Konsequenz und beendet den Dienst nur rund anderthalb Jahre nach dem Start.

Das bedeutet die Schließung für die Nutzer

Wer ein Konto auf Mozilla.social hat, sollte vor dem Abschalttermin aktiv werden. Mozilla weist darauf hin, dass sich die eigenen Daten bis zur Schließung exportieren lassen. Wer im Fediverse aktiv bleiben möchte, kann außerdem auf eine andere Mastodon-Instanz umziehen und dabei Inhalte sowie die eigene Follower-Liste mitnehmen – ein Vorteil des dezentralen Netzwerks, das nicht von einem einzelnen Anbieter abhängt.

Das Aus für Mozilla.social bedeutet nicht das Ende von Mastodon selbst. Das Projekt entwickelt sich unabhängig weiter und hat zuletzt seine Roadmap für die kommenden zwei Jahre vorgestellt. Mozillas Rückzug zeigt jedoch, wie schwer es selbst bekannten Anbietern fällt, im Fediverse eine tragfähige Nutzerbasis aufzubauen.

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