Sicherheitskamera

Neues UniFi Protect Release 5.0.20 (EA): Unterstützung für ONVIF-Kameras und mehr

Ubiquiti hat mit UniFi Protect 5.0.20 ein bedeutendes Update für seine Überwachungssoftware veröffentlicht, das als Early-Access-Version (EA) erscheint. Wichtigste Neuerung ist die Unterstützung von Kameras anderer Hersteller, die den offenen ONVIF-Standard nutzen. Damit wird die Plattform deutlich flexibler und Nutzer sind bei der Wahl ihrer Sicherheitskameras nicht länger auf das UniFi-Ökosystem festgelegt.

Unterstützung für ONVIF-Kameras

Die größte Neuerung der Version 5.0.20 ist die Integration von Drittanbieter-Kameras, die den ONVIF-Standard (Open Network Video Interface Forum) verwenden. ONVIF ist ein offener Standard, der die Interoperabilität zwischen IP-basierten Sicherheitsgeräten unterschiedlicher Hersteller sicherstellt. Nutzer von UniFi Protect können damit Kameras verschiedenster Marken in ihr bestehendes UniFi-System einbinden.

Das ist ein entscheidender Schritt: Bestehende Überwachungssysteme lassen sich erweitern, ohne an UniFi-Kameras gebunden zu sein. So können Kosten gesenkt werden, weil bereits vorhandene Hardware weiter genutzt wird, während zugleich der volle Funktionsumfang der UniFi-Protect-Plattform erhalten bleibt. Ubiquiti setzt damit seinen Kurs fort, das bestehende Angebot etablierter AV-Spezialisten unter Druck zu setzen.

Weitere Verbesserungen und Neuerungen

Neben der ONVIF-Unterstützung bringt UniFi Protect 5.0.20 eine Reihe weiterer Verbesserungen mit:

  • Überarbeitete Benutzeroberfläche: Eine optimierte Oberfläche macht Navigation und Bedienung intuitiver und ermöglicht schnelleren Zugriff auf wichtige Funktionen und Einstellungen.
  • Leistungsoptimierungen: Mehrere Backend-Verbesserungen steigern Stabilität und Leistung – besonders spürbar in großen Installationen mit vielen Kameras und Geräten.
  • Erweiterte Geräteunterstützung: Neben ONVIF-Kameras unterstützt die Version nun zusätzliche Modelle aus Ubiquitis eigener Produktreihe; neue Firmware und Treiber verbessern Kompatibilität und Leistung.
  • Sicherheitsverbesserungen: Integrierte Sicherheitsupdates und Patches schützen die Plattform gegen aktuelle Bedrohungen – ein kritischer Punkt beim Schutz von Videoüberwachungsdaten.

Für bestehende Nutzer lohnt sich das Update, um die neuen Funktionen und Optimierungen voll auszuschöpfen. Neue Nutzer finden in UniFi Protect 5.0.20 eine vielseitigere und sicherere Plattform für die Videoüberwachung.

Zu beachten ist allerdings: Es wurde über Reboot-Schleifen nach dem Update auf UniFi-Dream-Machine-Modellen wie der Dream Machine Pro und der Dream Machine Pro SE berichtet. Da es sich um eine Early-Access-Version handelt, sollten kritische Installationen das Update entsprechend vorsichtig einspielen.

UniFi Protect Release 5.0.20 (EA) – Changelog

Verbesserungen

  • Unterstützung für die Integration von Drittanbieter-Kameras mit ONVIF-Protokoll hinzugefügt. Eine ONVIF-fähige Kamera mit aktiviertem Feature muss ins Netzwerk eingebunden werden; anschließend in den Protect-Einstellungen die Option „Drittanbieter-Kameras entdecken“ aktivieren.
  • Möglichkeit hinzugefügt, Daten in Dropbox zu archivieren.
  • Unterstützung für Geräte-Tags hinzugefügt.
  • Leistungsstarke Kameragruppierungsfunktion, die plattformweit funktioniert.
  • Speicher-Manager in den Einstellungen hinzugefügt: Man kann festlegen, wie lange hochqualitative Aufnahmen gespeichert bleiben. Ein kürzerer Aufbewahrungszeitraum schafft Platz für niedrigqualitative Aufnahmen, sodass sich die Speicherstrategie an den eigenen Anwendungsfall anpassen lässt.
  • Unterstützung für das Koppeln von Klingeln mit mehreren Türglocken hinzugefügt.
  • Möglichkeit hinzugefügt, gestapelte Sicherungen auf nicht gestapelten Konsolen wiederherzustellen.
  • Verbesserter Aufzeichnungsdienst mit effizienterer Engine und höherer Ausfallsicherheit – das reduziert die Systembelastung und erhöht die Zuverlässigkeit der Konsole.
  • Firmware der gebündelten Kameras auf Version 4.72.32 aktualisiert.

Fehlerbehebungen

  • Ein Problem behoben, das dazu führen konnte, dass AI-Ereigniseinstellungen nach der Wiederherstellung von Sicherungen verloren gingen.
  • Ein Problem behoben, bei dem Benutzer mit benutzerdefinierten Vollzugriffsrechten die Einstellungen für gekoppelte Türglocken nicht sehen konnten.
  • Ein Problem behoben, das dazu führte, dass der UP-Sense-Batteriestand immer bei 50 % angezeigt wurde.
  • Ein Problem behoben, bei dem Ereignisse der intelligenten Erkennung erst am Ende des Ereignisses ausgelöst wurden – das verbessert den Alarm-Manager und behebt ein Problem bei Drittanbieter-Integrationen.

Bekannte Probleme

  • Die Speicherübersicht im Speicher-Manager zeigt möglicherweise ungenaue Informationen an.
  • Niedrigqualitative Aufnahmen lassen sich nicht exportieren oder archivieren, wenn keine hochqualitativen Aufnahmen verfügbar sind.
  • Das Umschalten der Unterstützung für Drittanbieter-Kameras kann dazu führen, dass die Anwendung vorübergehend nicht mehr verfügbar ist.

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