Festplatte

Western Digital veröffentlicht Firmware-Updates gegen Bluescreens unter Windows 11 24H2

Western Digital hat neue Firmware-Updates veröffentlicht, um ein kritisches Problem mit Bluescreens unter Windows 11 24H2 zu beheben. Zahlreiche Nutzer hatten zuvor über plötzliche Systemabstürze berichtet, die durch bestimmte Western-Digital-Laufwerke ausgelöst wurden. Die aktualisierte Firmware soll das Problem nun beseitigen.

Ursache des Problems

Betroffen sind vor allem Nutzer, die bestimmte Western Digital SSDs oder Festplatten verwenden und auf die neueste Version von Windows 11 aktualisiert haben. Insbesondere nach dem Umstieg auf die 24H2-Version traten bei einigen Geräten wiederholt Bluescreens auf, die das System unbrauchbar machten. Laut den Betroffenen häuften sich die Abstürze vor allem bei datenintensiven Aufgaben, etwa beim Transfer großer Dateien oder beim Zugriff auf die Speicherlaufwerke.

Western Digitals Reaktion

Western Digital reagierte nach eigenen Angaben zügig auf die zunehmenden Berichte und leitete Untersuchungen ein, um die Ursache der Bluescreens einzugrenzen. Das Unternehmen führte das Problem auf eine Inkompatibilität der Laufwerks-Firmware mit Windows 11 24H2 zurück. In einer offiziellen Erklärung teilte der Hersteller mit, dass die Firmware-Updates gezielt entwickelt wurden, um diese Inkompatibilität zu beheben und die Stabilität der betroffenen Laufwerke wiederherzustellen.

Wie installierst du das Firmware-Update?

Zum Einspielen des Updates empfiehlt Western Digital die offiziellen Tools WD Dashboard beziehungsweise SanDisk SSD Dashboard. Beide Programme erlauben es, den Firmware-Stand der Laufwerke zu prüfen und direkt zu aktualisieren.

Die Installation läuft in folgenden Schritten ab:

  1. Lade das WD Dashboard oder SanDisk SSD Dashboard von der offiziellen Western-Digital-Website herunter.
  2. Installiere und starte das Programm.
  3. Das Dashboard erkennt deine Western-Digital-Laufwerke automatisch und prüft, ob ein Firmware-Update verfügbar ist.
  4. Wird ein Update angezeigt, lässt es sich mit einem Klick installieren. Achte darauf, dass währenddessen keine anderen Programme laufen, um den Vorgang nicht zu unterbrechen.

Wer ist betroffen?

Betroffen sind in erster Linie Nutzer von Western Digital SSDs, die auf die neueste Windows-11-Version aktualisiert haben. Eine aktuelle Übersicht der betroffenen Modelle stellt der Hersteller im SanDisk-Support bereit.

NameModellnummer startet mitAkt. Firmware
WD_BLACK SN770 NVMe SSD 2TBWDBBDL0020BNC, WDS200T3X0E731130WD
WD_BLACK SN770M NVMe SSD 2TBWDBDNH0020BBK, WDS200T3X0G731130WD
WD Blue SN580 NVMe SSD 2TBWDBWMY0020BBL, WDS200T3B0E281050WD
WD Blue SN5000 NVMe SSD 2TBWDBS3F0020BNC, WDS200T4B0E291020WD
SanDisk Extreme M.2 NVMe SSD 2TBSDSSDX3N-2T00731130WD
Quelle: SanDisk

Windows 11 24H2 und die Herausforderungen für Hardwarehersteller

Der Fall Western Digital steht nicht für sich allein. Das 24H2-Update von Windows 11 bringt zahlreiche neue Funktionen und Verbesserungen mit, sorgt aber zugleich für Inkompatibilitäten mit bestimmter Hardware. Für die Hersteller bedeutet das zusätzlichen Aufwand, um ihre Geräte mit den neuesten Betriebssystemversionen vollständig kompatibel zu halten.

Western Digital hat rasch mit einem Update reagiert. Andere Hardwarehersteller könnten jedoch mit ähnlichen Problemen konfrontiert werden, sobald Windows 11 24H2 breiter ausgerollt wird. Dass Systemupdates aktuell viel in Bewegung bringen, zeigt sich auch an anderer Stelle – etwa bei den jüngsten Linux-Stable- und LTS-Kernel-Updates.

Für Nutzer von Western-Digital-Laufwerken unter Windows 11 empfiehlt es sich, das neueste Firmware-Update einzuspielen, um Bluescreens und mögliche Datenverluste zu vermeiden. Mit der Veröffentlichung der Updates hat Western Digital das Problem zügig adressiert und bietet Betroffenen eine Lösung. Wer bereits auf Windows 11 24H2 umgestiegen ist, sollte die Verfügbarkeit von Firmware-Updates regelmäßig prüfen, damit alle Laufwerke stabil arbeiten.

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