Canva bündelt Werkzeuge in ProSuite: Affinity 3.3 bleibt kostenlos

Canva bündelt Werkzeuge in ProSuite: Affinity 3.3 bleibt kostenlos

Der Online-Grafikdienst Canva fasst seine Kreativ-Werkzeuge künftig in einer gemeinsamen Oberfläche namens Canva ProSuite zusammen. Für Nutzer der beliebten Gestaltungs- und Bildbearbeitungssoftware Affinity gibt es dabei eine erfreuliche Nachricht: Die Anwendung bleibt auch mit dem neuen Update auf Version 3.3 in ihren Basisfunktionen weiterhin kostenlos nutzbar.

Mehr Werkzeuge und Stapelverarbeitung in Affinity 3.3

Die Software-Aktualisierung auf Version 3.3 bringt funktionale Neuerungen für Fotografen und Grafiker. Bislang konnte das Programm Raw-Dateien – also unkomprimierte Rohdatenformate digitaler Kameras – nur einzeln entwickeln. Mit der neuen Version zieht eine Stapelverarbeitung ein: Anwender können mehrere Aufnahmen gleichzeitig importieren und festgelegte Bildstile gesammelt auf ganze Fotoserien anwenden. Ergänzend helfen automatische Werkzeuge bei schwierigen Lichtsituationen oder verwackelten Aufnahmen.

Für Gestalter integriert das Update ein sogenanntes Blend-Tool, mit dem sich flüssige Übergänge zwischen Vektorgrafiken und Objekten entlang von Kurven erstellen lassen. Ebenfalls neu sind vereinfachte Maskenwerkzeuge, die Unterstützung von 3D-Modellen sowie ein spezialisierter Arbeitsbereich für Astrofotografie. Wiederkehrende Arbeitsabläufe lassen sich über eine Skriptfunktion automatisieren. Zudem ist eine kostenlose Anbindung an das KI-Sprachmodell Claude integriert, wodurch sich Befehle per Alltagssprache steuern lassen.

Verzahnung in der ProSuite und Preise

Die neue Canva ProSuite verbindet neben Affinity auch das 2D-Animationswerkzeug Cavalry, das Datenvisualisierungs-Tool Flourish und die generative Plattform Leonardo mit Canvas Hauptanwendung. Künftig können Teams Vorlagen flexibler austauschen: Während Gestalter etwa in Cavalry Animationen vorbereiten, lassen sich Texte und Farben später direkt in Canva ändern, ohne den komplexen Aufbau der Animation zu beschädigen. Beim Datenaustausch öffnet sich das System zudem für Fremdprogramme: Es gibt Schnittstellen zu Adobe InDesign, dem Raw-Konverter Capture One und der Videoschnittsoftware DaVinci Resolve.

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Die Software-Updates stehen ab sofort für macOS und Windows zur Verfügung. Bei den Kosten gilt folgendes Modell:

  • Canva Free: Kostenlose Basisnutzung inklusive Affinity (ohne KI-Funktionen), 5 GByte Cloud-Speicher sowie Vorlagen und Basiseditor.
  • Canva Pro: 12 Euro monatlich oder 110 Euro im Jahr für Einzelnutzer. Beinhaltet 100 GByte Speicher sowie KI-Werkzeuge in Canva und Affinity, etwa zum Freistellen oder generativen Füllen.
  • Canva Business: 17 Euro pro Nutzer und Monat (oder 170 Euro jährlich) mit Teamverwaltung, 500 GByte Speicher und Zugriff auf Flourish.

Was Nutzer jetzt beachten sollten

Anwender, die Affinity für Bildbearbeitung oder Vektorgrafiken einsetzen, können das Update auf Version 3.3 direkt unter Windows oder macOS installieren. Für den alltäglichen Einsatz ohne generative KI-Funktionen fallen weiterhin keine Abogebühren an. Wer jedoch KI-gestützte Funktionen wie das Freistellen oder generative Füllen nutzen möchte, benötigt künftig das kostenpflichtige Canva-Pro-Abonnement.

Quellen: Heise – News

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