Ein internationales Team um die University of Queensland hat mit 2.884 Typ-Ia-Supernovae den bislang umfangreichsten und einheitlichsten Katalog explodierender Weißer Zwerge zusammengeführt – und liefert damit neue Hinweise, dass die Dunkle Energie womöglich nicht konstant ist.
Drei Jahrzehnte Daten vereint
Für die Studie „Supernovae Unite“ kombinierten die Forschenden zwei große Datensätze: Pantheon+ und DES-SN5YR aus dem Dark Energy Survey. Typ-Ia-Supernovae dienen als „Standardkerzen“: Weil sie mit nahezu gleicher Helligkeit explodieren, lassen sich aus ihnen kosmische Entfernungen und die Expansionsgeschichte des Universums ableiten. „Wir haben drei Jahrzehnte astronomischer Beobachtungen in einen einzigen, konsistenten Rahmen überführt“, sagt Erstautor Ryan Camilleri.
Dunkle Energie im Wandel?
Nimmt man an, die Dunkle Energie sei über die Zeit konstant, zeigt sich eine Spannung zwischen den verschiedenen Messungen. Lässt man dagegen zu, dass sich ihre Zustandsgleichung im Lauf der kosmischen Geschichte verändert, verringert sich diese Spannung deutlich. Das stützt frühere Hinweise des Dark Energy Spectroscopic Instrument (DESI), wonach der Einfluss der Dunklen Energie schwächer werden könnte.
Noch keine Gewissheit
Wichtig einzuordnen: Es handelt sich um eine statistische Neuauswertung vorhandener Beobachtungen, bislang veröffentlicht als Preprint. Ein endgültiger Beweis für eine veränderliche Dunkle Energie ist das noch nicht – wohl aber der bislang schärfste Datensatz, mit dem sich diese Frage angehen lässt.
Quellen: University of Queensland, Pressemitteilung vom 8. September 2026; Camilleri et al., „Supernovae Unite: Combining Pantheon+ and DES-SN5YR“, arXiv:2609.05053 (Version 2, 9. September 2026). Details: news.uq.edu.au



















