Oracle-Mitgründer und Verwaltungsratschef Larry Ellison hat seinen geplanten Verkauf von Oracle-Aktien im Wert von rund 7,5 Milliarden US-Dollar überraschend gestoppt. Der Softwarekonzern teilte am 12. September 2026 mit, Ellison habe seinen sogenannten 10b5-1-Handelsplan gestrichen – verkauft wurde nach Firmenangaben keine einzige Aktie.
Ein Plan, der nur Wochen hielt
Nach übereinstimmenden Medienberichten (CNBC, Bloomberg) hatte Ellison den Verkaufsplan am 22. Juni 2026 aufgesetzt. Er hätte die Veräußerung von bis zu 50 Millionen Aktien erlaubt und wäre planmäßig am 24. Oktober 2026 ausgelaufen. Zu den zuletzt gehandelten Kursen entsprach das einem Volumen von etwa 7,5 Milliarden Dollar – eine Zahl, die auf den Berichten und der Börsenmeldung beruht, nicht auf einer offiziellen Oracle-Bezifferung.
Timing nach dem Kursrausch
Das Bekanntwerden des Plans fiel in eine turbulente Woche: Nach starken Quartalszahlen mit einem gemeldeten Auftragsbestand (RPO) von 455 Milliarden Dollar war die Oracle-Aktie zweistellig gestiegen und hatte Ellison zeitweise zum reichsten Menschen der Welt gemacht. Ellison, der rund 1,16 Milliarden Aktien und damit etwa 40 Prozent des Konzerns hält, trennt sich fast nie von seinen Anteilen.
„Keine weiteren Verkaufspläne“
In der knappen Mitteilung betonte Oracle, unter dem Plan sei „keine Oracle-Aktie verkauft“ worden und Ellison habe „keine weiteren Pläne, Oracle-Aktien zu verkaufen“. Beobachter werten den raschen Rückzieher als Vertrauenssignal in den KI-getriebenen Wachstumskurs des Konzerns rund um Cloud-Infrastruktur und Rechenzentren.
Quelle: Offizielle Mitteilung von Oracle im Investor-Relations-Bereich, „Larry Ellison Cancels His Plan to Sell Oracle Stock“ (12. September 2026), ergänzt um Berichte von CNBC und Bloomberg zu den Plandetails. Oracle Investor Relations



















