Netzwerkkabel

Wireshark 4.6.8 schließt 28 Sicherheitslücken

Vom beliebten Netzwerk-Analysewerkzeug Wireshark ist am 13. August 2026 die Version 4.6.8 erschienen. Das Wartungsupdate ist vor allem sicherheitsrelevant: Es schließt 28 Schwachstellen (WNPA-SEC-2026-64 bis -91), von denen neun bereits beim Öffnen einer gespeicherten Aufzeichnungsdatei ausgelöst werden können.

Der Großteil der Lücken betrifft Abstürze in Protokoll-Dissektoren – also den Bausteinen, die Wireshark zum Zerlegen einzelner Protokolle nutzt. Betroffen sind unter anderem die Dissektoren für RDP, Kerberos, SSH sowie mehrere Bluetooth-Protokolle. Da sich viele der Fehler über manipulierte Capture-Dateien auslösen lassen, ist besonders vorsichtig, wer fremde Mitschnitte öffnet.

Konkrete Korrekturen

  • Stack-Pufferüberlauf im K12/RF5-Writer.
  • Lesezugriff außerhalb der Grenzen im BLF-Writer bei abgeschnittenen, VLAN-getaggten Ethernet-Frames.
  • NULL-Zeiger-Dereferenzierung im Entschlüsselungspfad des KNXIP Secure Wrapper.

Dazu kommen zahlreiche Korrekturen bei der Verarbeitung von Dateiformaten wie pcapng, Endace ERF oder Vector BLF. Windows-Nutzer profitieren zudem von zwei Komfort-Fixes: Die „Capture File Properties“ bremsten die Anwendung seit 4.6.6 aus, und das Umschalten der TCP-Einstellung zur Analyse von Sequenznummern führte zu einem Absturz. Ein Update ist allen Nutzern zu empfehlen.


Quellen: Wireshark Release Notes, Help Net Security.

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