Rund 30.000 Lichtjahre vom Zentrum seiner Galaxie entfernt hat ein „wanderndes“ supermassereiches Schwarzes Loch einen Stern zerrissen. Es ist das am weitesten außerhalb des Galaxienkerns beobachtete Ereignis dieser Art.
Was passiert ist
Kommt ein Stern einem Schwarzen Loch zu nahe, zerreißen ihn die Gezeitenkräfte – Fachleute sprechen von einem Tidal Disruption Event (TDE). Die Zwicky Transient Facility in Kalifornien entdeckte das Aufleuchten im November 2025 in einer Galaxie rund 750 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Walfisch. NASAs Swift-Observatorium und das SOAR-Teleskop in Chile bestätigten den Fund.
Die Zahlen
- Das Schwarze Loch bringt rund eine Million Sonnenmassen auf die Waage.
- Im ultravioletten Licht überstrahlte das Ereignis kurzzeitig die gesamte Galaxie – „mit dem Licht von rund 10 Milliarden Sonnen“.
- Die Temperatur lag bei etwa 30.000 Grad Celsius.
Bedeutsam ist der Versatz: Es ist der größte je gemessene Abstand eines optisch entdeckten TDE vom Galaxienkern. Solche Ereignisse eröffnen eine neue Methode, um sonst unsichtbare, aus den Zentren „gewanderte“ Schwarze Löcher aufzuspüren.



















