Philips Skylight Vitaup

Signify bringt künstliches Tageslichtfenster „Philips Skylight“ auf den Markt

Der Lichtkonzern Signify erweitert sein Portfolio um ein großflächiges LED-Deckenpanel, das den natürlichen Verlauf des Tageslichts simulieren soll. Die ab rund 500 Euro erhältliche „Philips Skylight“ richtet sich speziell an fensterlose Räume, lässt jedoch zum Start eine wichtige Smart-Home-Schnittstelle vermissen.

Signify möchte mit der Philips Skylight ein Problem lösen, das besonders in Altbauten, Kellern oder innenliegenden Bädern auftritt: den Mangel an natürlichem Tageslicht. Das großflächige LED-Panel ist optisch einem klassischen Oberlicht nachempfunden. Durch eine dynamische Anpassung von Helligkeit und Farbtemperatur im Tagesverlauf soll die Illusion eines echten Dachfensters entstehen, um das Wohlbefinden in dunklen Räumen zu steigern.

Dynamisches Lichtkonzept mit optischem Kniff

Das Herzstück der Skylight ist die Steuerung nach dem Prinzip des „Human Centric Lighting“ (HCL). Während das Panel morgens und mittags ein helles, bläuliches Licht abgibt, wechselt es gegen Abend schrittweise in wärmere Farbbereiche.

Um den Eindruck von echtem Sonnenschein zu verstärken, nutzt Signify ein optisches Designelement: Nur zwei der vier Seiten des Panels sind aktiv beleuchtet. Dies führt dazu, dass das Licht gerichtet in den Raum fällt und realistische Schatten wirft – ganz so, als würde die Sonne in einem bestimmten Winkel durch ein echtes Fenster scheinen. Dennoch soll die Lichtausbeute ausreichen, um auch größere Räume adäquat auszuleuchten.

Das Gerät wird in zwei Größen angeboten und verfügt über eine IP44-Zertifizierung, womit es staubgeschützt und resistent gegen Spritzwasser ist. Damit eignet sich das Panel auch für den Einsatz in Feuchträumen wie Badezimmern.

Spezialvariante „VitaUp“ mit UV-B-Strahlung

Neben der Standardausführung bietet der Hersteller die Variante „Skylight VitaUp“ an. Diese verfügt über ein integriertes UV-B-Modul, welches die körpereigene Vitamin-D-Synthese anregen soll. Da eine Überdosierung von UV-Strahlung gesundheitsschädlich sein kann, ist eine Sicherheitsfunktion integriert: Das UV-B-Licht schaltet sich nach maximal acht Stunden Betrieb automatisch ab. Ob diese Funktion im Alltag einen messbaren gesundheitlichen Mehrwert bietet, hängt stark von den individuellen Nutzungsgewohnheiten und dem persönlichen Aufenthalt im Freien ab.

Die große Enttäuschung für Smart-Home-Enthusiasten

Trotz des Markennamens „Philips“ und der Zugehörigkeit zu Signify weist das Produkt eine signifikante Lücke auf: Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine Integration in das weit verbreitete Philips-Hue-Ökosystem. Die Steuerung der fünf vordefinierten Lichtszenen und des Tageslichtverlaufs erfolgt ausschließlich über eine im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung. Für Smart-Home-Nutzer, die ihre Beleuchtung über Protokolle wie Zigbee oder Matter zentral steuern möchten, schränkt dies die Attraktivität des Geräts erheblich ein.

Die Montage erfordert laut Herstellerangaben eine feste Deckenverdrahtung und wird aufgrund der Größe des Panels für zwei Personen empfohlen.

Preise und Verfügbarkeit

Die Philips Skylight bewegt sich im Premium-Segment. Mit einem Einstiegspreis von 499,99 Euro richtet sich das Produkt primär an Käufer, die gezielt fensterlose Räume aufwerten möchten und eine Alternative zu herkömmlichen, oft steril wirkenden LED-Panels suchen.

Hintergrund: Technische Begriffe kurz erklärt

  • Human Centric Lighting (HCL): Ein Beleuchtungskonzept, das den visuellen und insbesondere den biologischen Rhythmus des Menschen unterstützt. Durch die Anpassung von Lichtfarbe und -intensität an den natürlichen Sonnenverlauf wird der Schlaf-Wach-Rhythmus positiv beeinflusst.
  • IP44 (Schutzart): Diese Klassifizierung gibt an, dass ein elektrisches Gerät gegen das Eindringen von festen Fremdkörpern (ab 1 mm Durchmesser) und gegen allseitiges Spritzwasser geschützt ist. Ideal für Badezimmer.
  • UV-B-Strahlung: Ein Teil des unsichtbaren ultravioletten Sonnenlichts. Auf der Haut regt es die Bildung von Vitamin D an, kann bei zu langer Einwirkung aber auch zu Sonnenbrand führen.

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