Cladera Music APP

Neues Musikprojekt „Caldera“: Ex-Plexamp-Entwickler kündigt schlanke Audio-Engine für Embedded Linux und Apple TV an

Nach seinem Abschied bei Plex bringt der ursprüngliche Entwickler von Plexamp ein neues Musikprojekt an den Start. Unter dem Namen „Caldera Music“ entsteht eine hocheffiziente Audio-Engine, die insbesondere für ressourcenschonende Linux-Systeme und Smart-Home-Anwendungen optimiert ist. Gleichzeitig soll auch die Weiterentwicklung von Plexamp gesichert bleiben.

Trotz seines Ausscheidens bei Plex im Jahr 2026 arbeitet der ursprüngliche Kopf hinter dem beliebten Musik-Player Plexamp weiterhin an Software-Projekten für Audiophile. Während Plexamp derzeit ein technisches Update zur Anpassung an moderne Plattform-Richtlinien wie die von Google Play erhält, konzentriert sich der Entwickler parallel auf ein neues, eigenständiges Fundament: Caldera Music. Das Projekt bündelt die Erfahrungen aus über zehn Jahren Software-Entwicklung in einer neuen, plattformübergreifenden Audio-Engine.

Eine schlanke Engine für vielseitige Szenarien

Das Herzstück von Caldera Music bildet eine komplett neu konzipierte Audio-Engine, die auf maximale Effizienz und hochwertige Musikwiedergabe ausgelegt ist. Sie zeichnet sich laut Entwickler durch eine schlanke Codebasis, die Unterstützung zahlreicher gängiger Audio-Codecs sowie ein intelligentes Caching-System aus. Letzteres sorgt dafür, dass Musikdaten effizient im Zwischenspeicher abgelegt werden, um Aussetzer bei der Wiedergabe zu verhindern und Netzwerkressourcen zu schonen.

Auf Basis dieser Engine sind bereits mehrere Anwendungen in der Pipeline oder bereits veröffentlicht. Das Spektrum reicht von minimalistischen Smart-Home-Integrationen bis hin zu Desktop- und TV-Anwendungen.

Fokus auf Embedded Linux und Smart Home

Für die Linux- und Smart-Home-Community ist vor allem der geplante „Headless-Player“ für Embedded-Linux-Systeme interessant. Dieser soll deutlich weniger Ressourcen verbrauchen als ein klassischer Plexamp-Client.

Besonders komfortabel für bestehende Plex-Nutzer: Der minimalistische Player lässt sich als entfernter Client direkt über die reguläre Plexamp-App ansteuern und kontrollieren. Damit eignet sich die Software ideal für den Betrieb auf Kleinstcomputern (wie dem Raspberry Pi), die im Heimnetzwerk als dedizierte Audio-Empfänger an Aktivlautsprechern oder Stereoanlagen angeschlossen sind.

Desktop-Integration und native Apple-TV-App

Neben der Headless-Variante für Linux-Systeme entstehen derzeit Menüleisten-Anwendungen für die Betriebssysteme macOS, Linux und Windows. Diese Apps kombinieren den schlanken Hintergrund-Player mit einem reaktiven Musik-Visualizer, der zum bekannten Winamp-Plugin „Milkdrop“ kompatibel ist.

Für das Wohnzimmer steht zudem bereits eine native tvOS-App im Apple App Store bereit. Diese nutzt die Performance-Vorteile der neuen Engine und bringt aufwendige Musikvisualisierungen über eine speziell auf Apples Grafik-Schnittstelle „Metal“ optimierte Rendering-Pipeline auf den Fernseher.

Wie es mit Plexamp weitergeht

Trotz der Arbeit an Caldera Music müssen Nutzer von Plexamp keine Einstellung des Dienstes befürchten. Obwohl der Hauptentwickler nicht mehr offiziell bei Plex angestellt ist, wird die App weiterhin aktiv gepflegt. Die derzeit in Arbeit befindliche Version soll vor allem unter der Haube modern

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mastodon
Nach oben scrollen