Google führt „Motion Assist“ gegen Reiseübelkeit auf Android-Geräten ein

Google führt „Motion Assist“ gegen Reiseübelkeit auf Android-Geräten ein

Google rollt über die Google Play-Dienste in Version 26.37 eine neue Funktion namens „Motion Assist“ aus. Das Hilfsmittel soll Beschwerden durch Reiseübelkeit verringern, wenn Nutzer in fahrenden Autos oder Zügen auf ihr Smartphone blicken. Die Verteilung erfolgt im Rahmen der Google-System-Updates für September 2026 zunächst auf kompatiblen Endgeräten.

Visuelle Reize gegen Kinetose

Kinetose – umgangssprachlich Reiseübelkeit – entsteht im Gehirn vor allem durch einen Sinnenskonflikt: Während der Gleichgewichtssinn im Innenohr Beschleunigungen und Kurven registriert, verharrt der Blick auf einem statischen Display, das scheinbar stillsteht. Wie ein Community Engagement Manager von Google über die Plattform X erläuterte, soll Motion Assist diese Diskrepanz abbauen.

Dazu greift das System auf die Beschleunigungs- und Gyroskopsensoren des Smartphones zurück. Sobald das Fahrzeug bremst, beschleunigt oder abbiegt, erzeugt Motion Assist an den Bildschirmrändern kleine animierte Blasen, die sich synchron zu den physischen Kräften bewegen. Google orientiert sich damit an einem vergleichbaren Ansatz, den Apple zuvor unter dem Namen „Vehicle Motion Cues“ eingeführt hatte.

Voraussetzungen und Verfügbarkeit

Für die Nutzung gelten konkrete Systemanforderungen. Motion Assist setzt mindestens das Betriebssystem Android 17 sowie die aktualisierten Google Play-Dienste 26.37 voraus. Die Bereitstellung erfolgt zunächst auf Google-Pixel-Geräten. Eine Ausweitung auf Smartphones von Samsung ist im Zuge der Einführung von Android 17 für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen.

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Aktivieren lässt sich die Hilfe über die Systemeinstellungen unter dem Pfad Google/Profil > Alle Dienste > Persönliche & Gerätesicherheit oder über die globale Systemeinstellungssuche. Für den schnellen Zugriff während der Reise empfiehlt sich die Einrichtung einer Kachel in den Schnelleinstellungen. Zudem kann das System so konfiguriert werden, dass es Fahrten automatisch erkennt und die Animationen selbstständig einblendet. Anwender können die Anzeige in puncto Form, Größe, Farbgebung und Deckkraft der Blasen anpassen.

Weitere Neuerungen in den Play Services 26.37

Das Update der Google Play Services bringt neben Motion Assist weitere Fehlerbehebungen mit. Unter anderem wurde die Übertragung von Echtzeit-Messdaten zwischen Smartwatches und Mobiltelefonen stabilisiert. Die Einstellung „Nicht stören während der Fahrt“ (Driving-Do-Not-Disturb) ist nun direkter in den Menüs auffindbar.

Flankierend dazu erschien die Version 53.3 des Google Play Store. Diese integriert neue Landeswährungen für App-Käufe in Argentinien, Aserbaidschan, Usbekistan und Äthiopien, überarbeitet die Suchergebnisseite auf Smartwatches mit Wear OS und erlaubt das direkte Ablegen vorregistrierter Bezahl-Apps auf der persönlichen Wunschliste.

Quellen: Borncity.com

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