Windows 11: Herbst-Update soll Datei-Explorer deutlich beschleunigen

Windows 11: Herbst-Update soll Datei-Explorer deutlich beschleunigen

Microsoft plant für den Herbst umfassende Leistungsverbesserungen für Windows 11. Marcus Ash, Design- und Research-Lead für Windows & Devices bei Microsoft, bestätigte die Maßnahmen, nachdem Tester in Vorabversionen bereits eine deutlich flüssigere Bedienung gemeldet hatten.

Datei-Explorer soll praktisch verzögerungsfrei öffnen

Im Zentrum der Optimierungen steht der oft für Trägheit kritisierte Datei-Explorer. Tester in experimentellen Builds berichten, dass das Dateiverwaltungsprogramm mittlerweile nahezu verzögerungsfrei startet. Das Feedback aus dem Insider-Programm, das im Rahmen der sogenannten K2-Initiative gesammelt wird, bestätigt eine allgemein gesteigerte Systemreagibilität. Konkrete Benchmarks oder Kennzahlen hat Microsoft bislang allerdings nicht veröffentlicht.

Neben den Ladezeiten erhält auch die Dateisuche eine Überarbeitung: Berichten zufolge soll die Ansicht „Dieser PC“ eine indexer-basierte Suche erhalten, um Ergebnisse schneller zu liefern.

Bereits im Spätsommer begann Microsoft zudem mit Anpassungen am Rechtsklick-Kontextmenü. Dieses öffnet sich nun schneller und ist schlanker gestaltet. Nutzer im Insider-Kanal können Standardeinträge wie „Senden an“, „Verknüpfung erstellen“, „Drucken“ sowie Aktionen wie Ausschneiden, Kopieren oder Umbenennen über die Einstellungen gezielt ein- oder ausblenden.

Umbau auf WinUI 3 gegen alte Code-Altlasten

Die Leistungsbremsen rühren unter anderem daher, dass Microsoft die Benutzeroberfläche schrittweise modernisiert. Alte Codebestandteile, die in Teilen noch aus Zeiten von Windows 95 stammen, weichen dem moderneren Oberflächen-Framework WinUI 3. Laut Design-Direktor March Rogers wurde unter anderem das Eigenschaften-Fenster von Dateien vollständig in WinUI 3 neu implementiert; das Startmenü soll diesen Schritt ebenfalls vollziehen.

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Gleichzeitig treibt Microsoft die Pflege des Systems an anderen Stellen voran: So wurde zuletzt auch das außerplanmäßige Update KB5129195 für Windows 11 bereitgestellt.

Arbeitsspeicher: 16 GB als neue Richtlinie

Hintergrund der Optimierungen ist auch der hohe Ressourcenbedarf. Als Beispiel für aktuelle Systeme werden Surface-Modelle mit 8 GB Arbeitsspeicher genannt, die im Alltag oft rund 6,7 GB belegen. Auf der IFA 2026 bestätigte Mark Linton, Vice President Windows & Devices bei Microsoft, dass Bootzeiten sowie Windows Hello verbessert wurden und das System stärker für 8-GB-Geräte optimiert wird. Als neue Basisempfehlung nennt Microsoft 16 GB Arbeitsspeicher, für Gaming-Systeme 32 GB.

Erste Verbesserungen an Startmenü und Taskleiste befinden sich laut Berichten bereits in der regulären Verteilung. Weitere Optimierungen sollen im Laufe des Herbstes folgen.

Quellen: Borncity.com

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