Microsoft überarbeitet schrittweise veraltete Systemmenüs in Windows 11, die optisch teilweise noch aus früheren Versionen des Betriebssystems stammen. Wie Führungskräfte des Unternehmens bestätigten, erhalten unter anderem der klassische Ausführen-Dialog sowie die automatische Wiedergabe (AutoPlay) eine moderne Benutzeroberfläche auf Basis von WinUI 3.
Zwei Wege gegen optische Altlasten
In Windows 11 existieren nach wie vor zahlreiche Schnittstellen, denen die typischen Designmerkmale des aktuellen Betriebssystems fehlen – etwa die abgerundeten Fensterecken oder eine native Unterstützung für das dunkle Farbschema. Um diesen Bruch im Erscheinungsbild zu beheben, verfolgt Microsoft je nach Funktion zwei unterschiedliche Ansätze: Während manche Dialoge lediglich um einen Dunkelmodus erweitert werden, baut der Hersteller andere Komponenten auf Basis des modernen Frameworks WinUI 3 vollständig neu auf. Welcher Weg gewählt wird, hängt vom Entwicklungsaufwand sowie den möglichen Risiken für die Systemstabilität ab.
Wie stark die Design-Inkonsistenzen im Betriebssystem noch verankert sind, zeigen vereinzelte Meldungen: So verweist eine Warnung zur Geräteverschlüsselung beim Einrichten lokaler Konten bis heute auf den Such-Charm aus Windows 8. Wie unter anderem March Rogers, Partner Director of Design bei Microsoft, bestätigte, stehen derartige Relikte sowie die Verwaltung von Sprachpaketen und die PC-Zurücksetzung auf der internen Überarbeitungsliste. Parallel dazu optimiert Microsoft laufend Kernfunktionen des Systems, wie etwa geplante Maßnahmen zur Beschleunigung des Datei-Explorers zeigen.
Neuer Ausführen-Dialog bleibt zunächst optional
Bereits fortgeschritten ist die Neufassung des bekannten Ausführen-Fensters (Tastenkombination Windows-Taste + R). Die modernisierte Variante basiert auf C# sowie WinUI 3 und fügt sich nahtlos in den Dunkelmodus ein. Neben einer überarbeiteten Verlaufsliste bringt der Dialog auch eine funktionale Neuerung mit: Durch die Eingabe des Tilde-Symbols (~) lässt sich direkt das persönliche Benutzerverzeichnis aufrufen. Um die gewohnte Bedienung nicht abrupt zu verändern, ersetzt Microsoft den alten Dialog nicht sofort. Während einer Übergangsphase können Nutzer zwischen der klassischen und der neuen Ansicht wählen.
Als nächster Schritt steht die Überarbeitung der AutoPlay-Auswahl für Wechseldatenträger an. Für die allgemeine Verfügbarkeit der angekündigten Änderungen stehen allerdings noch nicht in allen Fällen feste Termine fest.
Quellen: Computerbase.de/news










