Windows 11: Microsoft testet sichere Systemwiederherstellung über die Cloud

Microsoft arbeitet an einer neuen Wiederherstellungsfunktion für Windows 11, die eine Neuinstallation des Betriebssystems direkt über das Internet ermöglicht. Im experimentellen Build 26340.9502, der am 18. September 2026 veröffentlicht wurde, ergänzt das Unternehmen die Reparaturmechanismen um eine hardwaregestützte Löschmethode für sensible Daten.

Hardwaregestützte Datenlöschung vor der Neuinstallation

Kern der Neuerung ist die Option „Remove & sanitize files“ (Dateien entfernen und bereinigen). Im Gegensatz zur bestehenden Funktion „Remove files“, bei der Daten unter Umständen mit Spezialsoftware wiederhergestellt werden können, setzt die neue Methode auf eine aggressive, hardwaregestützte Bereinigung des Speichers. Erst danach wird das Betriebssystem via Cloud neu aufgespielt.

Die sogenannte Cloud-Rebuild-Funktion wird bereits seit Juli 2026 in Vorschau-Versionen erprobt. Für den Vorgang setzt das System neben einer aktiven Internetverbindung eine funktionierende Wiederherstellungsumgebung (Windows Recovery Environment, WinRE) sowie passende Netzwerktreiber voraus. IT-Administratoren erhalten über den Configuration Service Provider unter dem Pfad ./Device/Vendor/MSFT/Recovery/CloudRebuild die Möglichkeit, den Prozess aus der Ferne anzustoßen und gezielt bestimmte Ziel-Builds für Endgeräte vorzugeben.

Modernisierung veralteter Systemdialoge

Parallel zur Wiederherstellungsfunktion setzt Microsoft den Umbau der Benutzeroberfläche fort. Wie March Rogers, Partner Director of Design, bestätigte, werden seit Mai 2026 veraltete Menüs schrittweise auf das moderne Framework WinUI 3 umgestellt. Betroffen sind Dialoge, die teils noch aus der Zeit von Windows 8.1 stammen, darunter die Menüs für Sprachpakete, die Druckverwaltung, AutoPlay sowie die Eingabemaske für das Zurücksetzen des PCs.

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Auch der bekannte „Ausführen“-Dialog erhält das Redesign: Dabei zeigen sich messbare Leistungsunterschiede mit einer Ladezeit von 94 Millisekunden in der WinUI-3-Version gegenüber 103 Millisekunden bei der vorherigen Oberfläche. Für den Abschluss dieser Modernisierungen nannte Microsoft allerdings noch keinen konkreten Zeitplan.

Was Nutzer jetzt beachten sollten

Nutzer müssen derzeit keine Schritte unternehmen. Die Funktion bietet bei Verfügbarkeit insbesondere bei schweren Systemfehlern oder vor dem Weiterverkauf von Geräten einen einfacheren und sichereren Weg zur kompletten Systemwiederherstellung ohne externen USB-Installationsdatenträger.

Quellen: Borncity.com

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