Besitzer älterer Grafikkarten sollten ihr System zeitnah prüfen: Nvidia hat Ende September ein wichtiges Treiber-Update für ältere GPU-Generationen veröffentlicht, um mehrere Sicherheitslücken zu schließen. Parallel dazu stellt der Grafikkartenhersteller Sapphire neue Firmware für ausgewählte AMD-Radeon-Modelle bereit, um ebenfalls Sicherheitsprobleme zu beheben.
Nvidia: Treiber 582.78 behebt Sicherheitslücken
Seit Oktober 2025 stellt Nvidia für Grafikchips der Architekturen Maxwell, Pascal und Volta keine regulären Game-Ready-Treiber mehr bereit. Neue Spieleoptimierungen gibt es für diese Hardware daher nicht mehr. Allerdings garantiert der Hersteller bis Oktober 2028 Sicherheitsaktualisierungen für kritische Schwachstellen.
Mit dem GeForce Security Update Driver in der Version 582.78 für Windows 10 und Windows 11 reagiert das Unternehmen nun auf mehrere bekannte Sicherheitswarnungen. Ein Großteil der geschlossenen Lücken ist in den entsprechenden Sicherheitsberichten mit der Gefahrenstufe „hoch“ eingestuft. Ein als kritisch bewerteter Fehler betrifft zudem den Virtual GPU Manager (vGPU) unter Linux, berührt den regulären Windows-Anzeigetreiber jedoch nicht direkt.
Das Update auf Version 582.78 wird für folgende Grafikkartenserien und -modelle bereitgestellt:
- GeForce 1000: GTX 1080 Ti, GTX 1080, GTX 1070 Ti, GTX 1070, GTX 1060, GTX 1050 Ti, GTX 1050, GT 1030, GT 1010
- GeForce 900: GTX 980 Ti, GTX 980, GTX 970, GTX 960, GTX 950
- GeForce 700: GTX 750 Ti, GTX 750, GTX 745
- Nvidia Titan: TITAN V, TITAN Xp, TITAN X (Pascal), GeForce GTX TITAN X
Sapphire verteilt neues vBIOS für AMD Radeon RX 7000
Im Radeon-Lager gestaltet sich die Situation anders. Hier betrifft das Problem nach derzeitigem Kenntnisstand Grafikkarten des Boardpartners Sapphire. Das Unternehmen liefert ein Update für das Video-BIOS (vBIOS) aus – die grundlegende Firmware der Grafikkarte, die hardwarenahe Steuerungsfunktionen übernimmt. Laut Herstellerangaben soll damit eine gemeinsam mit AMD entdeckte, nicht näher benannte Schwachstelle beseitigt werden.
Die Downloads stehen auf der Support-Webseite von Sapphire für mehrere Modelle der RDNA-3-Architektur bereit:
- Radeon RX 7600, RX 7600 XT, RX 7650 GRE
- Radeon RX 7700 XT, RX 7800 XT
- Radeon RX 7900 GRE, RX 7900 XT, RX 7900 XTX
Ob künftig auch Modelle anderer Grafikkarten-Hersteller aktualisiert werden müssen und wie dringend die Einspielung im Einzelfall ist, bleibt derzeit offen.
Das sollten Nutzer jetzt tun
Nvidia-Nutzer mit den genannten Modellen sollten den Sicherheits-Treiber 582.78 zügig einspielen. Dies erfolgt unkompliziert über den Download der Windows-Installationsdatei und minimiert das Risiko durch bekannte Systemlücken.
Wer eine betroffene Sapphire-Grafikkarte im Rechner betreibt, muss mehr Vorsicht walten lassen: Ein Firmware-Flash birgt technische Risiken. Für das Einspielen setzt Sapphire einen installierten AMD-Adrenalin-Treiber voraus. Eine offizielle Anleitung beschreibt den Ablauf, der zwischen 15 und 20 Minuten dauern kann. Während des gesamten Vorgangs darf die Stromversorgung des Computers unter keinen Umständen unterbrochen werden, da die Grafikkarte andernfalls unbrauchbar werden kann.
Quellen: Computerbase.de/news

















