Microsoft AI hat am 14. September 2026 einen Entwurf für einen Verhaltenskodex seiner hauseigenen MAI-Modelle vorgelegt und für eine sechswöchige öffentliche Konsultation geöffnet. CEO Satya Nadella hatte den Schritt am Vortag auf X angekündigt; Microsoft-AI-Chef Mustafa Suleyman spricht laut Berichten von einer Art „Verfassung“ für künftige Modelle des Unternehmens.
Was der Kodex verlangt
Der Entwurf legt fest, was die MAI-Modelle leisten sollen und was sie niemals tun dürfen. Zentral ist die Vorgabe, dass ein System jederzeit unterbrechbar, korrigierbar und abschaltbar bleiben muss. Untersagt sind laut Dokument unter anderem Hilfe bei chemischen, biologischen oder nuklearen Waffen, offensive Cyberangriffe, Manipulation im großen Stil sowie das Verschleiern der eigenen Denk- und Handlungsspuren gegenüber menschlichen Prüfern.
„Humanist AI“ als Leitbild
Der Kodex beruft sich auf Microsofts Konzept einer „Humanist AI“ und den Grundsatz „people matter more than AI“. Künstliche Intelligenz solle dem Menschen untergeordnet, ausgerichtet und eingehegt bleiben und menschliche Urteilskraft stärken statt ersetzen. Modelle dürften ihren Aufgabenbereich nicht eigenmächtig ausweiten oder sich selbst neue Ziele setzen.
Noch kein Trainingsmaterial
Microsoft betont, der Entwurf werde derzeit nicht zum Training von Modellen genutzt. Nach Ende der Konsultation ist eine überarbeitete Fassung geplant, die ab 2027 in die Entwicklung einfließen soll. Die Angaben stützen sich auf Microsofts eigene Veröffentlichung.
Quelle: Microsoft AI – Humanist AI in practice: A public consultation on our Code of Conduct for MAI Models (14. September 2026).



















