Ubiquiti hat mit UniFi Network 10.6.106 ein Update veröffentlicht, das die Mesh-Funktion aller Tri-Band-Access-Points der Wi-Fi-7-Reihe spürbar aufwertet: Erstmals steht STR-MLO (Simultaneous Transmit and Receive Multi-Link Operation) für die drahtlosen Backhaul-Verbindungen zwischen den Geräten bereit.
Was STR-MLO im Mesh ändert
Bislang nutzte UniFi für die Funkverbindung zwischen den Access Points nur eMLSR-MLO, das in der Praxis kaum zusätzlichen Durchsatz brachte. STR-MLO sendet und empfängt dagegen gleichzeitig auf mehreren Bändern – in der Regel 5 und 6 GHz. Das erhöht Bandbreite und Zuverlässigkeit des Backhauls und senkt die Latenz, ohne dass ein Netzwerkkabel verlegt werden muss.
Voraussetzungen und Verfügbarkeit
Laut Changelog setzt die Funktion die Access-Point-Firmware 8.8 oder neuer voraus und wird schrittweise ausgerollt, ist also nicht sofort bei allen Nutzern sichtbar. Ubiquiti hatte die Technik im Frühjahr zunächst in den USA gestartet; im September 2026 folgte die Freigabe für sämtliche Tri-Band-Access-Points der Wi-Fi-7-Reihe. Daneben behebt 10.6.106 mehrere Fehler, darunter falsch angezeigte IP-Adressen bei MLO-Clients sowie einen Broadcast-Fehler auf UDR7 und UDR-5G.
Einordnung
Für Heimnetze und kleinere Installationen ohne durchgehende Verkabelung ist ein stabiler Funk-Backhaul oft der eigentliche Flaschenhals. STR-MLO schließt genau hier eine Lücke, die Wi-Fi 7 seit dem Marktstart begleitet – und macht Mesh-Setups mit UniFi-Hardware ein gutes Stück alltagstauglicher.
Quelle: UniFi Network Application 10.6.106 – Release Notes (community.ui.com)



















