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Speicherchip-Konzern Longsys sammelt 903 Millionen Dollar in Hongkong ein

Der chinesische Speicherspezialist Longsys hat beim Zweitlisting an der Hongkonger Börse rund 903 Millionen US-Dollar eingenommen. Zum Handelsstart am Montag notierte die Aktie nahezu unverändert – ein nüchterner Auftakt für einen der weltgrößten unabhängigen Hersteller von Speichermodulen.

Longsys, seit 2022 in Shenzhen notiert und Eigentümer der auch in Deutschland bekannten Speichermarke Lexar, platzierte rund 30 Millionen Aktien zu je 236 Hongkong-Dollar. Dabei zog das Unternehmen eine Aufstockungsoption von 15 Prozent voll. Der Preis liegt etwa 44 Prozent unter dem Kurs der in Shenzhen gehandelten A-Aktien. Nach dem Debüt kam die Firma auf einen Börsenwert von rund 24 Milliarden Dollar.

Speicherpreise treiben das Geschäft

Hinter dem Börsengang steht ein außergewöhnlicher Boom: Im ersten Halbjahr 2026 verdoppelte Longsys den Umsatz auf 24,1 Milliarden Yuan, der Nettogewinn stieg nach eigenen Angaben um mehr als das 700-Fache auf 10,6 Milliarden Yuan. Angetrieben wird die Branche vom Ausbau der KI-Rechenzentren, der die Preise für DRAM- und NAND-Speicher wegen knapper Kapazitäten nach oben treibt.

Den Nettoerlös will Longsys vor allem einsetzen für:

  • Forschung und Entwicklung im Chip-Design
  • fortgeschrittene Speichertechnologien für KI-Server
  • Speicherlösungen für Endgeräte

Als Ankerinvestoren traten unter anderem der Smartphone-Konzern Transsion, der Apple-Zulieferer Lens Technology sowie CITIC Securities Asset Management auf; gemeinsam zeichneten sie knapp 19 Prozent der Emission. Für Hongkong war es einer von vielen Deals eines Rekordjahres – die Börse sammelte 2026 bereits mehr als 45 Milliarden Dollar über Neuemissionen ein.

Quellen: Bloomberg · China Daily · Investing.com

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