Google hat sein Musik-KI-Modell Lyria 3.5 Anfang September fuer alle Gemini-Nutzer freigeschaltet – vollstaendige Songs entstehen damit direkt aus einer Textbeschreibung.
Der Konzern rollt das Modell weltweit im Web und in der mobilen Gemini-App aus und stellt es zusaetzlich ueber die Gemini-API, Google AI Studio, Google Flow Music sowie Google Vids bereit. Laut Google ist Lyria 3.5 sein bislang bestklingendes Musikmodell, mit ausdrucksstaerkerem Gesang und reicheren Arrangements als der Vorgaenger.
Ganze Songs statt kurzer Clips
Neu ist vor allem die Laenge. Waehrend der aeltere Lyria 3 Clip feste 30-Sekunden-Schnipsel liefert, erzeugt Lyria 3.5 mehrminuetige Stuecke mit Strophen, Refrains und Bridges – nach Google-Angaben bis zu rund drei Minuten. In der Gemini-App fuehren gefuehrte Optionen durch die Erstellung:
- Genre oder Stil auswaehlen oder frei beschreiben
- Zwischen Gesang und rein instrumentaler Version waehlen
- Vorlagen fuer Hintergrundmusik, Jingles, Klingeltoene oder Geburtstagslieder nutzen
Jede erzeugte Audiodatei traegt ein SynthID-Wasserzeichen, das laut Google fuer das menschliche Ohr nicht hoerbar ist und KI-Musik kennzeichnen soll. Zum Trainingsmaterial erklaert der Konzern, das Lyria-Modell sei ausschliesslich mit lizenzierten Inhalten trainiert worden – Details dazu nennt Google nicht. Angaben zu Preisen der API machte das Unternehmen zunaechst nicht.
Weil die Songerzeugung nun in einer Massen-App mit Hunderten Millionen Nutzern steckt, duerfte das Thema neue Debatten ueber Urheberrecht und die Verguetung von Musikschaffenden befeuern.
Quellen: The Decoder · Unite.AI



















