Auf der IFA 2026 in Berlin gibt LG seinem Smart-Home-System eine neue Steuerungsebene: ThinQ Claw ist ein text- und chatbasierter KI-Agent, der laut LG die Absicht und den Kontext der Nutzer verstehen und daraufhin passende Geräte und Dienste eigenständig koordinieren soll. Der Agent feiert in der AI Home Zone des Konzerns seine öffentliche Premiere.
Was ThinQ Claw von ThinQ ON unterscheidet
Wichtig ist die Abgrenzung zweier Namen: ThinQ ON ist der physische KI-Home-Hub – ein vernetzter Lautsprecher mit Sprachassistent, der Matter-zertifiziert ist und Geräte über WLAN oder Thread einbindet. ThinQ Claw dagegen ist kein Gerät, sondern ein in ThinQ ON integrierter Software-Agent, den man per natürlicher Chat-Eingabe bedient. Statt starrer Automatisierungsregeln teilen Nutzer einfach ihre Pläne oder ihren aktuellen Status mit.
Kontext statt Einzelbefehle
Nach LG-Angaben deutet ThinQ Claw Nachrichten nicht als isolierte Befehle, sondern im Zusammenhang mit dem Alltag der Nutzer. Der Agent greift dafür auf Kalender und weitere vernetzte Dienste zu und merkt sich Vorlieben, um Empfehlungen mit der Zeit zu schärfen. Als Beispiele nennt LG das Vorbereiten von Kochgeräten für Gäste oder das Anpassen von Luftqualität und Temperatur, bevor jemand nach Hause kommt.
Einordnung
Technisch baut ThinQ Claw laut LG auf dem Konzept „OpenClaw“ auf und ist für das LG AI Home optimiert. Zum breiteren Ökosystem gehört die Smart-Home-Plattform Homey des 2024 übernommenen Anbieters Athom, die markenübergreifende Geräte verbindet. Zu Preisen, Marktstart oder Regionen macht LG bislang keine Angaben – gezeigt wird ThinQ Claw während der IFA 2026 zunächst als Demonstration.
Quellen: LG Global Newsroom · LG Newsroom (Europa) · Engadget



















