Uber streicht rund 3.300 Stellen – etwa zehn Prozent der weltweiten Belegschaft – und richtet den Konzern konsequent auf Robotaxis und die autonome Zukunft aus. Es ist der größte Personalabbau seit der Pandemie, angekündigt am 2. September 2026 in einem internen Memo von Vorstandschef Dara Khosrowshahi.
Umbau statt Sparzwang
Der Abbau erfolgt nicht aus einer Krise heraus: Uber wächst weiter. Khosrowshahi begründet den Schnitt vielmehr mit gewachsener Komplexität – „mehr Ebenen, mehr Koordination, mehr fragmentierte Verantwortung“, wie er im Memo schreibt. Die Zahl der Management-Ebenen soll um rund 20 Prozent sinken, Kleinstteams mit ein bis zwei Mitarbeitenden werden halbiert, Rollen mehr als sieben Ebenen unter der Konzernspitze fallen weg. Zugleich verschärft Uber die Büropflicht: Künftig sollen laut Berichten rund 99 Prozent der Belegschaft ins Büro zurück. In Nigeria und Uganda stellt der Konzern den Betrieb ganz ein.
Milliarden für die autonome Zukunft
Die eingesparten Mittel sollen in Ridesharing, Lieferdienst und Robotaxis fließen. Uber hat nach eigenen Angaben mehr als zehn Milliarden Dollar für autonome Fahrzeuge zugesagt; laut Fortune haben Partner Zusagen über rund 120.000 selbstfahrende Autos gemacht. Waymo-Fahrzeuge lassen sich bereits über die Uber-App in Atlanta und Austin buchen; als weitere AV-Partner werden Rivian, Baidu und Pony.ai genannt. Der Druck wächst: Mit Teslas Cybercab und Amazons Zoox drängen neue Robotaxi-Anbieter in den Markt.
Einordnung
Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Im zweiten Quartal 2026 stieg Ubers Umsatz um 12 Prozent auf 14,2 Milliarden Dollar. Der Stellenabbau ist damit weniger ein Sparprogramm als eine Wette darauf, wo Uber künftig Geld verdienen will – als Plattform, über die auch fahrerlose Fahrten verkauft werden.
Quellen: TechCrunch, Fortune, Al Jazeera, Bloomberg, Benzinga.



















