Angreifer nutzen eine kritische Lücke in der Zimbra Collaboration Suite aktiv aus: Über CVE-2026-73570 lässt sich ohne Anmeldung Schadcode ausführen. Behörden und Sicherheitsforscher warnen – über 270 Server sind bereits kompromittiert.
Angriff über SNMP
Ursache ist eine unzureichende Prüfung von Eingaben bei der Verarbeitung von SNMP-Benachrichtigungen. Ein nicht angemeldeter Angreifer kann dadurch beliebige Betriebssystembefehle mit den Rechten des „zimbra“-Nutzers ausführen. Betroffen sind Installationen, bei denen das optionale Paket „zimbra-snmp“ installiert und SNMP-Benachrichtigungen aktiviert sind.
Patch und Ausmaß
Behoben ist die Lücke seit Version 10.1.20, veröffentlicht am 20. Juli. Das Shadowserver-Projekt fand über 270 kompromittierte Zimbra-Instanzen; über 12.000 Zimbra-Mailserver sind offen im Internet erreichbar und damit potenziell exponiert.
Fristen gesetzt
CERT Polska warnte am 17. August vor der aktiven Ausnutzung, CISA nahm die Lücke am 21. August in ihren KEV-Katalog auf (Frist für US-Behörden: 24. August). Wer Zimbra betreibt, sollte umgehend auf 10.1.20 oder neuer aktualisieren.
Quellen: BleepingComputer, The Hacker News.



















