Google baut seine KI-Chip-Strategie aus: Der Chiphersteller Marvell räumt Google das Recht ein, eigene Aktien im Wert von bis zu 12,2 Milliarden US-Dollar zu kaufen – im Gegenzug für Chip-Bestellungen. Der Deal gilt als Vertrauensbeweis und ließ Marvells Aktie steigen.
Aktien-Option gegen Chip-Aufträge
Konkret erhält Google eine Option (Warrant) auf knapp 59 Millionen Marvell-Aktien zu je 206,58 US-Dollar. Die Anteile werden schrittweise frei – gekoppelt an je 500 Millionen Dollar an Chips, die Google bei Marvell bestellt.
Chips für Googles KI-Infrastruktur
Der Deal umfasst Technik rund um Googles hauseigene TPU-Beschleuniger: Prozessoren, die KI-Modelle ausführen, Datenspeicher verwalten und Informationen durchs Netzwerk bewegen. Über die Laufzeit könnte er Marvell bis ins Geschäftsjahr 2033 rund 120 Milliarden Dollar Umsatz bringen; Google würde damit zum fünftgrößten Marvell-Investor.
Verschiebung im Chip-Markt
Die Marvell-Aktie sprang um rund 8 Prozent nach oben. Als Verlierer gilt Konkurrent Broadcom – bislang Googles wichtigster Partner für maßgeschneiderte Chips –, dessen Aktie um mehr als 5 Prozent nachgab.



















