Abstrakter Code als Symbol fuer eine Sicherheitsluecke

„CopyEscape“: Docker-cp-Lücke lässt Container den Host übernehmen

Eine als „CopyEscape“ bezeichnete Schwachstelle in Docker erlaubt bösartigen Containern, Dateien auf dem Host-System zu überschreiben – und unter Umständen Code mit Root-Rechten auszuführen. Docker hat die Lücke (CVE-2026-17106) inzwischen geschlossen.

Ausbruch über „docker cp“

Die Schwachstelle steckt in Dockers Archiv-Bibliothek moby/go-archive und tritt beim Kopieren mit dem Befehl „docker cp“ auf. Über eine sogenannte TOCTOU-Race-Condition (Time-of-Check-to-Time-of-Use) beim Durchlaufen der Dateien kann ein manipulierter Container Dateien außerhalb des vorgesehenen Ziels anlegen oder überschreiben – auf dem Rechner, der die Docker-CLI ausführt.

Vom Container zum Host-Root

Gelingt der Ausbruch, lassen sich Host-Dateien überschreiben und in bestimmten Konfigurationen Code mit Root-Rechten ausführen. Damit hebt die Lücke die Isolation zwischen Container und Wirtssystem auf – der Albtraum jeder Container-Umgebung.

Updates verfügbar

Behoben ist das Problem in Docker Engine und CLI 29.7.2, Docker Desktop 4.86.0 sowie Docker Sandboxes 0.38.0. Wer Docker einsetzt – ob im Homelab oder in Produktion – sollte zeitnah aktualisieren.


Quellen: Docker, Imperva.

Mastodon
Nach oben scrollen