Die massereichsten Galaxien im jungen Universum enthalten weit mehr kleine Sterne als bislang angenommen. Diese „versteckte“ Sternpopulation macht manche der frühen Galaxien drei- bis viermal massereicher als bisher geschätzt – das zeigt eine neue Studie mit dem James-Webb-Weltraumteleskop (JWST).
Der Fund
Ein internationales Team unter Leitung der Universität Leiden untersuchte neun massereiche Galaxien, die ihre Hauptphase der Sternentstehung bereits hinter sich hatten. Durch die Kombination extrem tiefer JWST-Spektren mit früheren Beobachtungen des Very Large Telescope ließ sich erstmals bestimmen, wie viele kleine, lichtschwache Sterne diese fernen Galaxien tatsächlich enthalten.
Warum das wichtig ist
Der Befund macht es noch schwerer zu erklären, wie so kurz nach dem Urknall bereits derart massereiche, „reife“ Galaxien entstehen konnten. Zudem könnten Planeten um massearme Sterne im frühen Universum häufiger gewesen sein als bislang gedacht. Die Studie erschien am 18. August 2026 im Fachjournal Nature Astronomy.
Quellen: Universität Leiden, phys.org.



















