Ein aktuelles Entwicklungs-Update zur freien Bildbearbeitung GIMP gibt einen Ausblick auf die kommende Version 3.4. Zwei Neuerungen stechen heraus: ein neues Standard-Projektformat und eine deutlich verbesserte Kompatibilität mit Photoshop-Dateien. Wichtig: GIMP 3.4 befindet sich noch in Entwicklung – die Funktionen kommen mit dem finalen Release.
Neues Format nach fast 30 Jahren
Die größte Änderung ist ein neues Standard-Projektformat auf Basis einer „gezippten XML“-Struktur. Es löst das seit 1997 genutzte XCF als primäres Format ab – wobei das bisherige XCF weiterhin unterstützt wird. Vorteile des neuen Formats: Unterstützung für Mehrseiten- und Animationsinhalte sowie schnelleres Speichern, weil nur geänderte Teile geschrieben werden statt der ganzen Datei.
Bessere Photoshop-Kompatibilität
- Editierbare Textebenen und der Import von PSD-Deskriptoren.
- Import von Formen als Vektorebenen sowie Anpassungsebenen und moderne Ebenenstile als GEGL-Äquivalente.
- Export von PSD-Metadaten für TIFF- und JPEG-Dateien.
Dazu kommen weitere Verbesserungen: „Spectral Blending“ im MyPaint-Pinsel zum realistischeren Mischen von Farben, mehr nicht-destruktive Bearbeitung (etwa Filter auf Ebenenmasken und ein nicht-destruktives Verlaufswerkzeug) sowie die Möglichkeit, den nativen Dateidialog des Betriebssystems zu nutzen. Vor allem das neue Projektformat ist für die freie Bildbearbeitung ein Meilenstein.
Quellen: GIMP – Entwicklungs-Update, Linuxiac.



















