Der Planet Neptun mit seinen Ringen und inneren Monden

Neptuns Monde: Trümmer zerstörter Eiswelten

Das James-Webb-Teleskop (JWST) hat auf Neptuns inneren Monden Tonminerale entdeckt, die nur unter Einfluss von flüssigem Wasser entstehen. Für die Forschenden ein starker Hinweis: Die kleinen Monde sind vermutlich die Trümmer viel größerer, längst zerstörter Eiswelten.

Der Fund

Ein Team der Caltech um die Astronomin Ryleigh Davis untersuchte mit dem JWST die Neptunmonde Larissa, Galatea und Proteus sowie die Ringe des Planeten. Das Ergebnis: magnesiumreiche Phyllosilikate – Tonminerale, die nur bei Kontakt mit flüssigem Wasser entstehen. Überraschend dabei: Auf den Monden selbst lässt sich kein Wassereis nachweisen. Und solche Minerale waren im äußeren Sonnensystem jenseits des Jupiters bisher nie gefunden worden.

Die Theorie

Das Material stammt vermutlich aus dem Inneren einst viel größerer Eismonde. Als Neptun den Mond Triton – ein aus dem Kuipergürtel eingefangenes Objekt – einfing, zerstörte dieser das ursprüngliche Mondsystem des Planeten. Aus den Trümmern bildeten sich die heutigen kleinen Innenmonde. Die Studie erschien am 29. Juli 2026 im Fachjournal Science Advances.


Quellen: Caltech, ScienceDaily.

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