Der Emulator und Virtualisierer QEMU ist am 11. August 2026 in Version 11.1 erschienen – der ersten Wartungsaktualisierung der 11.x-Reihe. Sie erweitert vor allem die Architektur-Unterstützung: RISC-V erhält Big-Endian-Ziele, ARM lernt verschachtelte Virtualisierung, und PowerPC bekommt neue Standardwerte.
RISC-V und ARM im Fokus
Das Highlight bei RISC-V ist die Unterstützung für Big-Endian-Ziele. Hinzu kommen die Entwurfs-Erweiterung Zbr, Zvfbfa, KVM-Kompatibilität für Zicbop und BFloat16 sowie Support für das K230-Board. Auf der ARM-Seite können Nutzer von Apples Hypervisor-Framework (HVF) nun verschachtelte Virtualisierung („Nested Virtualization“) auf dem virt-Board nutzen. Zudem lässt sich mit der CPU-Eigenschaft aarch64=off ein 32-Bit-Gast auf einer 64-Bit-TCG-CPU starten.
PowerPC-Defaults und Sicherheit
- PowerPC: Power11 wird zur Standard-CPU für pseries-Maschinen, PowerNV11 zur Standard-PowerNV-Maschine. Die veralteten Power8E- und Power8NVL-CPUs wurden entfernt.
- Security-Fixes: Die USB-Emulation erhielt mehrere Patches gegen Use-after-free in
usb-redirund Heap-Zugriffsfehler in XHCI-Sysbus-Geräten; auch virtio-gpu bekam einen Use-after-free-Fix.
Für Homelab- und Server-Nutzer, die QEMU/KVM direkt oder über Werkzeuge wie libvirt einsetzen, ist das Update vor allem wegen der Sicherheitskorrekturen empfehlenswert. Die neuen Defaults bei PowerPC sollten Betreiber entsprechender Gäste beim Upgrade im Blick behalten.



















