Ein neues Open-Source-Projekt namens BlueFerry bringt iMessage und SMS vom iPhone direkt auf den Linux-Desktop – und zwar über eine reine Bluetooth-Verbindung. Es kommt ohne Mac als Vermittler, ohne Cloud-Dienst, Proxy, Apple-Login oder Abo aus.
Ist das iPhone einmal mit dem Linux-Rechner gekoppelt, erscheinen eingehende Nachrichten auf dem Desktop, und man kann direkt aus der Unterhaltung antworten. Das Projekt synchronisiert Kontakte und kann optional weitere iPhone-Benachrichtigungen spiegeln. Native Clients gibt es für GNOME, KDE und Quickshell – alle nutzen dasselbe lokale Backend, sodass Kopplung, Kontakte, Einstellungen und Verlauf über die Oberflächen hinweg geteilt werden.
Wie es technisch funktioniert
BlueFerry stützt sich auf etablierte Bluetooth-Profile: MAP über OBEX übernimmt Nachrichten, Posteingangs-Abfragen, Lesestatus und das Senden; PBAP über OBEX liefert Kontakte im vCard-Format; und der Apple Notification Center Service über Bluetooth LE kann zusätzliche Benachrichtigungen bereitstellen.
Grenzen
Wichtig: BlueFerry kennt nur Nachrichten, die seit der Kopplung eingegangen sind – es kann also keinen bestehenden iCloud-Nachrichtenverlauf durchsuchen oder herunterladen. Nicht unterstützt werden zudem Anhänge, Reaktionen, Tippanzeigen, FaceTime, Anrufe und der komplette Verlauf gesendeter Nachrichten. Für schlichtes Mitlesen und Antworten am Linux-Rechner ist es dennoch eine bemerkenswert eigenständige Lösung. Der Code liegt auf GitHub.
Quellen: Linuxiac, BlueFerry auf GitHub.


















