Samsung führt eine direkte Anbindung an Google Fotos für seine hauseigene Galerie-App ein. Wie Berichte und App-Aktualisierungen zeigen, schließt der Hersteller damit die Lücke beim Cloud-Backup, die nach dem Abschied von Microsoft OneDrive auf Galaxy-Smartphones und -Tablets entstanden war.
Natives Cloud-Backup kehrt in die Galerie zurück
Nachdem Samsung die native Integration von Microsoft OneDrive in die Samsung Gallery zuvor gestrichen hatte, mussten Besitzer von Galaxy-Geräten auf eigenständige Apps von Drittanbietern wie Google, Microsoft oder Amazon ausweichen. Mit einem aktuellen Update für die Systemkomponente „Gallery Cloud Sync“ stellt das Unternehmen nun die Weichen für einen direkten Ersatz.
Die neue Funktion läuft unter der Bezeichnung „Sync with Google“. Obwohl Samsung in den Beschreibungen der Synchronisations-App teils allgemein von der Google Cloud spricht, handelt es sich um eine direkte Einbindung von Google Fotos. Ähnliche Schnittstellen nutzen bereits andere Smartphone-Hersteller wie OnePlus und Xiaomi seit geraumer Zeit.
Funktionen und Speicherplatz im Überblick
Nutzer können die Cloud-Sicherung künftig direkt über die Einstellungen der Galerie-App konfigurieren. Zu den Optionen gehören:
- Speicherübersicht: Der aktuell belegte und noch freie Google-Speicherplatz lässt sich unmittelbar in der Galerie-App einsehen.
- Albumauswahl: Anwender können gezielt festlegen, welche lokalen Fotoalben automatisch in die Cloud geladen werden sollen.
- Bedingungen für den Upload: Es lässt sich steuern, unter welchen Netzwerkbedingungen der Datenabgleich erfolgt.
Fotos und Videos, die mit dem Smartphone aufgenommen werden, synchronisieren sich über den Google-Dienst automatisch mit anderen angemeldeten Samsung-Geräten wie Tablets.
Frist für OneDrive-Nutzer endet am 30. September
Für bestehende Synchronisationen über Microsoft OneDrive bleibt nur noch wenig Zeit: Laut den vorliegenden Informationen können bestehende Nutzer ihre Bilder noch bis zum 30. September über die bisherige OneDrive-Schnittstelle abgleichen. Danach wird dieser Kanal endgültig eingestellt.
Aktuell ist die Google-Fotos-Integration noch nicht für alle Anwender freigeschaltet. Für die vollständige Verfügbarkeit setzt Samsung voraus, dass sowohl die App „Gallery Cloud Sync“ als auch die Komponente „Samsung Cloud“ aktualisiert sind. Zudem dürfte ein Update der Galerie-App selbst oder eine Aktualisierung der Systemsoftware erforderlich sein, bevor die Option im Menü erscheint.
Was Galaxy-Besitzer jetzt beachten sollten
Wer bisher OneDrive für die automatische Sicherung seiner Galerie-Bilder genutzt hat, sollte seine Cloud-Strategie zeitnah überprüfen. Da Google Fotos das standardmäßige Speicherkontingent des Google-Kontos (in der Basisausführung 15 Gigabyte, geteilt mit Gmail und Google Drive) nutzt, sollten Nutzer ihren verfügbaren Google-Speicher vorab kontrollieren. Sobald die App-Aktualisierungen auf dem Gerät eintreffen, lässt sich der Wechsel in den Einstellungen der Samsung Gallery vornehmen.
Quellen: 9to5google



















