Valve hat mit dem Steam Frame ein neues kabelloses Virtual-Reality-Headset angekündigt und den Vorverkauf über die Plattform Steam gestartet. Das Gerät richtet sich an PC-Spieler und VR-Enthusiasten, die sowohl eigenständig als auch kabellos gestreamt über den Heim-PC spielen wollen. Der Einstiegspreis liegt bei 1.049 Euro.
Preise, Speichervarianten und Verkaufsmodell
Die VR-Brille erscheint in zwei Speichergrößen: Das Basismodell mit 256 GB Flash-Speicher kostet 1.049 Euro, während für die Variante mit 1 TB Speicherplatz 1.279 Euro fällig werden. Beide Modelle lassen sich über einen integrierten SD-Kartenslot erweitern und enthalten eine eigenständig lauffähige Standalone-Version des VR-Titels „Half-Life: Alyx“.
Um Wiederverkäufern (Scalpern) und Bots zuvorzukommen, setzt Valve auf ein Losverfahren statt eines regulären Direktverkaufs. Interessenten können sich bis zum 17. September 2026 um 19:00 Uhr in eine Steam-Warteliste für eines der Modelle eintragen; Mehrfachanmeldungen sind gesperrt. Nach Ablauf der Frist werden die Kaufberechtigungen zufällig verteilt. Ausgeloste Nutzer erhalten eine Benachrichtigung und haben anschließend 72 Stunden Zeit, den Kauf abzuschließen, bevor der Platz neu vergeben wird.
Snapdragon-Chip und Foveated Streaming
Im Inneren des Headsets arbeitet ein Snapdragon-8-Gen-3-Prozessor zusammen mit 16 GB Arbeitsspeicher. Als Betriebssystem dient eine an VR angepasste Variante von SteamOS. Spiele können somit entweder autark auf dem Headset laufen oder drahtlos von einem Gaming-PC übertragen werden. Für die Übertragung nutzt Valve einen dedizierten 6-GHz-Funkadapter, der geringe Latenzen ohne aufwendiges Einrichten des Heimnetzwerks gewährleisten soll.
Die verbauten LC-Displays bieten eine Auflösung von 2160 × 2160 Pixeln pro Auge bei einer Bildwiederholrate von bis zu 144 Hertz. Zwei integrierte Kameras für Blickerfassung (Eye-Tracking) ermöglichen sogenanntes Foveated Streaming: Das System komprimiert dabei Bildbereiche außerhalb des direkten Sichtfelds stärker und schärft gezielt jenen Bereich, auf den die Augen blicken. Neben reinen VR-Titeln lassen sich herkömmliche Steam-Spiele über eine virtuelle Leinwand im Raum darstellen. Ein Prüfprogramm namens „Verified for Steam Frame“ soll kennzeichnen, welche Titel reibungslos funktionieren.
Lücken im Lieferumfang und teures Zubehör
Aufgrund von Speicherknappheit durch den Ausbau von KI-Rechenzentren stiegen die Produktionskosten, weshalb Valve den ehemals anvisierten Preisbereich von unter 800 US-Dollar verfehlte. Um den Einstiegspreis bei knapp über 1.000 Euro zu halten, spart der Hersteller am Zubehör: Weder Ladekabel noch Netzteil liegen den Brillen bei. Das passende USB-C-Ladegerät kostet separat 39 Euro.
Weiteres Zubehör muss ebenfalls zugekauft werden. Ein Ergonomie-Kit mit zweitem Kopfband, Controller-Schlaufen und lichtdichtem Nasenpolster schlägt mit knapp 69 Euro zu Buche. Für Mixed-Reality-Funktionen mittels Farb-Passthrough bietet Valve eine separat erhältliche Kamera für 157 Euro an. Zudem gibt es Korrekturgläser von Zenni als offiziell zertifiziertes Zubehör.
Was Interessenten jetzt beachten müssen
Wer Valves neues VR-Headset zum Start erwerben möchte, muss sich vor dem 17. September um 19:00 Uhr über seinen Steam-Account auf die Warteliste setzen. Da für den Betrieb zwingend eine Stromversorgung nötig ist, sollten Käufer die Zusatzkosten für ein geeignetes USB-C-Netzteil und eventuelles Ergonomie-Zubehör direkt in das Budget einplanen.
Quellen: Stadt-Bremerhaven, Heise – News



















