Selbstfahrendes Auto auf einer Stadtstrasse

Jaguar Land Rover streicht 4.000 Stellen – Sparprogramm gegen Zölle und China-Druck

Jaguar Land Rover (JLR) streicht weltweit rund 4.000 Stellen. Der zu Tata Motors gehörende britische Hersteller will damit über zwei Jahre etwa 1,7 Milliarden Pfund einsparen und reagiert auf US-Zölle, die wachsende Konkurrenz chinesischer E-Autobauer und die Folgen eines schweren Cyberangriffs.

Freiwilligenprogramm zielt auf die Verwaltung

Der Abbau entspricht rund zehn Prozent der weltweit mehr als 40.000 Beschäftigten. Nach Unternehmensangaben trifft das freiwillige Abfindungsprogramm vor allem die etwa 26.000 Angestellten in Management und Verwaltung, nicht die Produktion. Bewerben können sich Mitarbeitende bis zum 4. Oktober. JLR schließt jedoch nicht aus, bei zu wenigen Freiwilligen zu betriebsbedingten Kündigungen mit ungünstigeren Konditionen überzugehen.

Zölle, China-Druck und Cyberangriff

Als Gründe nennt der Konzern schwächere Absätze, Lieferprobleme und die von US-Präsident Donald Trump verhängten Importzölle. Hinzu kommt der Preisdruck chinesischer Elektromarken. Schwer wiegt zudem ein Cyberangriff im Herbst 2025, der die britischen Werke rund fünf Wochen lahmlegte; Schätzungen zufolge kostete er das Unternehmen weit über eine Milliarde Pfund und drückte die Produktion deutlich.

Milliarden für den E-Umbau

Die Einsparungen sollen Spielraum für den Umbau schaffen: JLR will in den kommenden fünf Jahren zwischen 15 und 18 Milliarden Pfund in Elektrifizierung und digitale Technologien investieren. Der Stellenabbau folgt weniger als eine Woche, nachdem das Unternehmen die Bestellbücher für den vollelektrischen Range Rover geöffnet hatte – das erste reine E-Modell der Marke. Die britische Regierung suchte kurzfristig das Gespräch mit der Konzernführung.

Quellen: CNBC · Bloomberg · WardsAuto

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