Der quelloffene Audio-Editor Audacity ist am 3. September 2026 in Version 4.0.0 erschienen – das groesste Update seit Jahren. Das Projekt hat die Oberflaeche komplett auf das Qt-Framework umgebaut und dabei Bedienung, Design und Projektformat grundlegend erneuert.
Neue Oberflaeche auf Qt-Basis
Statt des altgedienten wxWidgets-Unterbaus setzt Audacity 4.0 auf Qt. Das bringt scharfe Darstellung auf HiDPI-Displays, frei verschieb- und andockbare Werkzeugleisten sowie speicherbare Arbeitsbereiche in den Voreinstellungen „Modern“, „Classic“ und „Music“. Neben einem hellen und einem dunklen Design gibt es einen kontrastreichen Modus. Feste Werkzeugmodi entfallen: Funktionen arbeiten nun kontextabhaengig direkt am Clip. Ein neuer Startbildschirm zeigt zuletzt geoeffnete Projekte samt Vorschaubildern, und die Werkzeuge Punch-and-Roll sowie Lead-in-Aufnahme wurden neu aufgebaut.
Flexibleres Arbeiten mit Clips
Das ueberarbeitete Clip-Modell erlaubt es, einzelne Clips per Klick auszuwaehlen, mehrere gemeinsam zu bearbeiten und zu Gruppen zusammenzufassen, die beim Verschieben zusammenbleiben. Clips lassen sich freier zwischen Mono- und Stereospuren platzieren; ein eigenes Trennwerkzeug (Taste S) uebernimmt das Schneiden. Aufnahmen koennen an beliebiger Stelle der Zeitleiste beginnen, und der Abspielkopf bleibt waehrend der Navigation sichtbar.
Neues Format und fehlende Funktionen
Projekte speichert Audacity 4.0 im neuen Format aup4. Wer umsteigt, sollte allerdings die Streichliste beachten: Zeitspuren, Note-/MIDI-Spuren, der Mixer, der Macro-Manager und die Scripting-Pipe fehlen in dieser Version und sollen erst spaeter zurueckkehren. Wer diese Funktionen braucht, bleibt vorerst besser bei der parallel gepflegten Reihe 3.7.
Quellen: Audacity Changelog · GitHub Releases



















