Das Forgejo-Projekt hat am 31. August 2026 den Forgejo Runner v13.1.0 veröffentlicht und öffnet damit die eigene CI-Pipeline für frei wählbare Ausführungsumgebungen. Der Runner ist die Komponente, die Continuous-Integration-Jobs der selbst gehosteten Git-Plattform tatsächlich abarbeitet. Bislang war die Ausführung fest verdrahtet, das kleine Feature-Release lockert diese Kopplung nun deutlich auf.
Experimentelle Plugin-Engine per gRPC
Kernstück ist eine experimentelle Plugin-Ausführungs-Engine. Über das gRPC-Protokoll kommuniziert der Runner-Daemon mit externen Anwendungen, die als eigenständige Ausführungsumgebungen dienen. Dadurch lassen sich Jobs künftig etwa in Firecracker-microVMs, Kubernetes-Pods, QEMU- beziehungsweise libvirt-VMs oder systemd-nspawn-Containern starten, ohne dass das Kernteam jede Variante offiziell pflegen muss. Wer bislang nur Docker oder den Host nutzen konnte, erhält damit einen offenen Weg für Community-Erweiterungen.
Sauberere Logs, aber ein Bruch
Zweite spürbare Änderung: Der Runner hängt keine Pseudo-Terminals mehr an die Prozessausgabe. Das reduziert Steuerzeichen und Datenmüll in den Job-Protokollen, bricht aber Kommandos, die ein interaktives TTY erwarten, etwa docker run -it. Administratoren sollten betroffene Workflows vor dem Update prüfen.
- Experimentelle Plugin-Engine für externe Ausführungsumgebungen (gRPC)
- Entfernung der Pseudo-TTY-Anbindung für sauberere Logs
- Vorbereitungen für einen kommenden Forgejo-Bugfix
- Routinemäßige Aktualisierung der Abhängigkeiten
Für Selfhoster bleibt Forgejo als quelloffene, gemeinschaftsgeführte Git-Alternative attraktiv. Das Update ist ein kleiner Schritt mit langfristiger Wirkung: Wer die Plugin-Engine als experimentell einstuft, kann in Ruhe testen, statt sofort produktiv umzuschwenken.
Quellen: Forgejo Runner v13.1.0 Release · Forgejo Releases



















