Galaxie und Sterne im Weltraum

BepiColombo erreicht den Merkur: Antriebsmodul erfolgreich abgetrennt

Die europäisch-japanische Merkur-Sonde BepiColombo hat am 3. September 2026 ihr europäisches Antriebsmodul abgetrennt und damit die kritische Ankunftsphase an ihrem Zielplaneten eingeleitet. Die Trennung erfolgte gegen 14:00 Uhr MESZ und wurde live aus dem ESA-Kontrollzentrum ESOC im hessischen Darmstadt übertragen.

Abschied vom Antriebsmodul

Das Mercury Transfer Module (MTM) hatte den Verbund seit dem Start am 20. Oktober 2018 mit Ionentriebwerken durch das innere Sonnensystem gelenkt. Nach neun Vorbeiflügen an Erde, Venus und Merkur ist seine Aufgabe erfüllt. Zurück bleiben die beiden Wissenschaftsorbiter: der von der ESA gebaute Mercury Planetary Orbiter (MPO) und der japanische Magnetosphären-Orbiter Mio. Die ESA bezeichnet die Ankunftssequenz als eine der operativ anspruchsvollsten, die die Agentur je versucht hat.

Der Fahrplan bis 2027

Nach Angaben der ESA soll der Doppel-Orbiter im November 2026 gemeinsam in eine Umlaufbahn um den Merkur einschwenken. Im Dezember trennen sich MPO und Mio, um ihre jeweiligen wissenschaftlichen Bahnen einzunehmen. Der reguläre Messbetrieb ist für April 2027 vorgesehen. BepiColombo wäre damit erst die zweite Sonde überhaupt, die den sonnennächsten Planeten umkreist.

Deutschland ist prominent beteiligt: Der Flugbetrieb läuft über das ESOC in Darmstadt, und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) steuert mit dem Infrarotspektrometer MERTIS und dem Laser-Höhenmesser BELA zwei Instrumente bei. MERTIS soll die Mineralogie der Merkuroberfläche kartieren.

Quellen: ESA · DLR · CNN

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