Das Grml-Team hat am 3. September 2026 die neue Stable-Version 2026.09 mit dem Codenamen „Hättiwaritätti“ veröffentlicht. Das auf Systemadministratoren zugeschnittene Live-System basiert nun auf dem kommenden Debian 14 „Forky“ und bringt den Linux-Kernel 7.1.8 mit.
Neue Basis, neuer Kernel
Grml ist seit Jahren ein fester Bestandteil im Werkzeugkasten vieler Administratoren: Das Live-System startet direkt von USB-Stick oder DVD und liefert eine umfangreiche Sammlung an Diagnose- und Reparaturwerkzeugen. Mit der aktuellen Ausgabe stellt das Projekt seine Paketbasis vom bisherigen Unterbau auf Debian Testing beziehungsweise das kommende Debian 14 „Forky“ um. Auch das Installationswerkzeug grml-debootstrap bietet „forky“ nun direkt zur Auswahl an. Als Kernel kommt Linux 7.1.8 zum Einsatz.
Das ändert sich konkret
- Booten von exFAT-formatierten USB-Sticks wird unterstützt, da exFAT jetzt in der Initramfs steckt.
- GNU Screen springt auf Version 5.0.1 – die Konfiguration ist nicht abwärtskompatibel, wer die grml-screenrc nutzt, muss umstellen oder screenrc_v4 verwenden.
- Die 32-Bit-Architektur i386 wurde aus grml-live entfernt; angeboten werden weiterhin amd64 und arm64.
- Das Build-Werkzeug grml-live setzt nun zwingend Linux-User-Namespaces voraus, was Docker-basierte Build-Umgebungen ausschließt.
Ergänzt wird das Ganze durch EFI-Firmware-Pakete für QEMU (ovmf auf amd64, qemu-efi-aarch64 auf ARM64), mit denen sich EFI-Bootloader-Setups bequem in virtuellen Maschinen testen lassen. Zudem wertet GRUB nun Hook-Dateien aus und respektiert zusätzliche Boot-Optionen. Grml 2026.09 steht als Live-Image für 64-Bit-x86- und ARM64-Systeme bereit.
Quellen: Grml Release Notes · Grml Blog · LWN.net



















