Abstrakte KI-Visualisierung fuer ein neues Sprachmodell

Moonshot AI: Kimi-Macher steuert auf Hongkong-Börsengang bei 50 Mrd. Dollar zu

Moonshot AI, der chinesische KI-Entwickler hinter dem populären Kimi-Chatbot, hat laut Medienberichten vertraulich einen Börsengang in Hongkong beantragt und peilt dabei eine Bewertung von rund 50 Milliarden US-Dollar an. Über die Pläne berichteten unter anderem CNBC, Reuters und das Branchenportal KrASIA.

Nach diesen Berichten will das in Peking ansässige Unternehmen beim Listing rund drei Milliarden US-Dollar einsammeln. Die 50-Milliarden-Bewertung bezieht sich demnach auf eine noch laufende Vor-Börsengang-Finanzierungsrunde und wäre ein Vielfaches der 4,3 Milliarden Dollar, mit denen Moonshot in seiner Series-C-Runde 2025 bewertet wurde.

Antrag bis Ende September, Notierung 2027 möglich

Den offiziellen Antrag an die Hongkonger Börse (HKEX) will Moonshot laut den Berichten bis Ende September einreichen; ein Handelsstart wird für Ende 2026 oder das erste Quartal 2027 erwartet. Als Konsortialbanken sollen Goldman Sachs und die China International Capital Corporation (CICC) fungieren. Als Voraussetzung für den Schritt habe sich das Unternehmen von seiner Offshore-Struktur gelöst und rechtlich nach Festlandchina verlagert. Eine offizielle Bestätigung von Moonshot steht bislang aus.

Kimi K3 und der Wettlauf mit DeepSeek

Treiber der Fantasie ist das im Juli veröffentlichte Modell Kimi K3, das die Nachfrage so stark ankurbelte, dass Moonshot zeitweise neue Abos stoppen musste. Zu den Investoren zählen Berichten zufolge Alibaba, Tencent, Meituan und China Mobile. Im Rennen um Chinas KI-Führung liegt Moonshot allerdings hinter Rivalen: DeepSeek wird auf rund 74 Milliarden, Z.ai (Zhipu) auf etwa 66 Milliarden Dollar taxiert.

Quellen: CNBC, Business Standard (Reuters), KrASIA.

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