Google DeepMind hat am 2. September 2026 Gemini 3.8 Flash vorgestellt und daneben eine sicherheitsfokussierte Variante namens Gemini 3.8 Flash Cyber angekündigt, die laut Unternehmen Software-Schwachstellen eigenständig aufspüren und automatisiert patchen soll. Der Konzern positioniert das neue Flash-Modell laut eigenem Blog als „intelligentestes Arbeitspferd“ mit deutlichen Fortschritten bei Software-Engineering und mehrstufigem Reasoning.
Was Gemini 3.8 Flash kann
Nach Angaben von Google verarbeitet das Modell Text, Bild, Audio, Video und PDF, bietet ein Kontextfenster von einer Million Token sowie bis zu 64.000 Ausgabe-Token. Der Einführungspreis liegt bei 0,75 US-Dollar je Million Eingabe- und 3,75 US-Dollar je Million Ausgabe-Token; er entspricht dem Vorgänger und soll laut Blog zum 1. Januar 2027 steigen. In Benchmarks nennt Google unter anderem 54,9 Prozent auf HLE-Verified. CEO Sundar Pichai sprach laut VentureBeat von „deutlichen Sprüngen“ bei Codierung und Reasoning.
Flash Cyber: Lücken finden und schließen
Die Cyber-Variante nutzt laut DeepMind „lang laufende agentische Schleifen“, um Code zu prüfen, Funde zu testen und verifizierte Patches zu erzeugen. Google nennt eine Erfolgsquote von über 70 Prozent beim Aufspüren von Lücken über 20 Programmiersprachen, 86,2 Prozent auf dem CyberGym-Benchmark und 47,2 Prozent auf CWE-Bench. Im Chrome-Code habe das Modell nach Angaben des Chrome-Security-Teams das 2,6-Fache an korrekten Patches erzeugt wie größere kommerzielle Modelle. Verfügbar ist Flash Cyber zunächst nur über Googles neues „Fairwind“-Programm für Behörden, kritische Infrastruktur und Software-Betreuer.
Einordnung
Die Zahlen stammen überwiegend aus Googles eigenen Tests und sind noch nicht unabhängig verifiziert. Sicherheitsforscherin Raluca Ada Popa verweist laut VentureBeat auf das Grundproblem: Große Codebasen mit KI zu scannen sei teuer, Verteidiger seien überlastet.
Quellen: Google Blog, Google DeepMind, VentureBeat, The Register.



















