Menschliches Gehirn - Schmerzforschung

Doppelschlag gegen Hirntumor: Nanopartikel machen Krebszellen sichtbar und zerstören sie

Forschende haben „smarte“ Nanopartikel entwickelt, die aggressive Hirntumorzellen während einer Operation zum Leuchten bringen und mikroskopische Reste danach zerstören. In Mäusen verhinderte die Methode einen Rückfall vollständig – bis zum Einsatz beim Menschen ist es aber noch weit.

Das Problem beim Glioblastom

Das Glioblastom gilt als aggressivste Form von Hirntumor. Weil sich die Krebszellen ins umliegende gesunde Gewebe ausbreiten, ist eine vollständige operative Entfernung extrem schwierig – Chirurgen müssen dabei gesundes Hirngewebe schonen. Genau hier setzen die neuen Nanopartikel an.

Ein Werkzeug für beide Aufgaben

Die von Forschenden der University of Technology Sydney, der Harvard University und der Henan-Universität entwickelte „Nanozym“-Plattform übernimmt beides: Sie lässt versteckte Tumorzellen während der OP aufleuchten und zerstört anschließend die zurückgebliebenen mikroskopischen Reste.

Vielversprechend – aber nur in Mäusen

In Tierversuchen überlebten alle behandelten Mäuse die ersten 60 Tage (gegenüber 42 Tagen nach reiner Operation), ohne erkennbare neurologische Schäden. Die Forschenden betonen jedoch ausdrücklich: Es handelt sich um frühe Grundlagenforschung im Mausmodell, nicht am Menschen.


Quellen: ScienceDaily, phys.org.

Mastodon
Nach oben scrollen