Das Multikernel-Linux-Projekt hat seinen ersten öffentlichen Kernel-Baum veröffentlicht. Er basiert auf Linux 7.0 (Label v7.0-mk2) und erlaubt es, mehrere unabhängige Linux-Kernel gleichzeitig auf einer einzigen physischen Maschine laufen zu lassen.
Kein Hypervisor, echte Kernel
Ein Linux-System agiert als Host und verwaltet einen Pool aus CPUs, Arbeitsspeicher und PCI-Geräten. Diese Ressourcen lassen sich in Gruppen aufteilen, in denen jeweils ein eigener Kernel startet. Anders als bei virtuellen Maschinen läuft dabei kein Hypervisor dazwischen – jeder Kernel bekommt dedizierte CPU-Kerne und greift direkt auf die Hardware zu.
Noch am Anfang
Aktuell wird offiziell nur x86_64 unterstützt. Erste Benchmarks zeigen laut Projekt vielversprechende Leistungswerte. Für Server- und Edge-Szenarien könnte der Ansatz eine ressourcenschonende Alternative zur klassischen Virtualisierung werden – mit weniger Overhead, weil die Trennschicht des Hypervisors entfällt.



















