Segelyacht auf offener See

Starlink kappt Global Roam – Roam Unlimited nur noch 30 Tage im Ausland

Starlink hat seinen Tarif „Global Roam“ eingestellt und beschränkt „Roam Unlimited“ auf 30 Tage pro Auslandsaufenthalt. Für Langfahrtsegler und Dauerreisende, die auf durchgehendes Internet angewiesen sind, wird die Satelliten-Verbindung damit spürbar teurer und komplizierter.

Was sich geändert hat

Der Satelliten-Internetanbieter hat seine Roaming-Tarife deutlich beschnitten:

  • Global Roam (zuvor unbegrenztes Land-Internet für rund 400 US-Dollar im Monat) ist für Neukunden bereits seit Mitte Juli 2026 nicht mehr buchbar und wurde für Bestandskunden zum 17. August 2026 beendet.
  • Roam Unlimited (in Deutschland rund 95 Euro/Monat) erlaubt die Auslandsnutzung nur noch bis zu 30 Tage außerhalb des registrierten Heimatlandes – zuvor waren es bis zu 60 Tage.
  • Bei den günstigeren Tarifen Roam 100 GB und 300 GB fällt die Nutzung im Ausland ganz weg.

Was nach 30 Tagen bleibt

Nach Ablauf der 30 Tage im Ausland gibt es drei Optionen: auf einen teureren Priority-Tarif wechseln, das Konto in ein neues Land „umziehen“ oder ins Heimatland zurückkehren, um das Zeitfenster zurückzusetzen. Wer dauerhaft ortsunabhängig online sein will, landet praktisch beim Tarif Global Priority – in Deutschland ab rund 241 Euro im Monat für 50 GB und damit deutlich teurer.

Warum Langfahrtsegler besonders betroffen sind

Für Blauwassersegler ist die 30-Tage-Regel kaum praktikabel: Eine Yacht, die jeden Monat in einem anderen Land liegt, kann nicht einfach „nach Hause“ zurück, um das Fenster zurückzusetzen. Ein Kontowechsel in ein anderes Land dauert laut Bericht 90 bis 120 Tage, bringt regional unterschiedliche Preise mit sich und erfordert eine Reise-Registrierung samt Identitätsprüfung. Als Ausweg bleiben etablierte Satellitensysteme wie Iridium – zumindest als Notfall- und Sicherheits-Backup.


Quellen: YACHT, Mobile Internet Resource Center, Seabits.

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