Am August-Patchday 2026 hat Microsoft Korrekturen für 421 Sicherheitslücken veröffentlicht – eine ungewöhnlich hohe Zahl. Darunter ist eine bereits aktiv ausgenutzte Zero-Day-Schwachstelle sowie mehrere kritische Lücken, über die sich aus der Ferne Schadcode ausführen lässt. Nutzer und Administratoren sollten zeitnah aktualisieren.
Die aktiv ausgenutzte Zero-Day
Als bereits angegriffen gilt CVE-2026-68820: eine Use-after-free-Lücke im WinSock-Treiber (afd.sys). Angreifer nutzten sie, um ihre Rechte auf einem System bis auf SYSTEM-Ebene auszuweiten – also die volle Kontrolle zu erlangen.
Kritische Fernangriffe ohne Nutzerinteraktion
- Microsoft QUIC (CVE-2026-62815): eine kritische RCE-Lücke mit CVSS-Wert 9.8. Ein unauthentifizierter Angreifer kann aus der Ferne Code ausführen – ganz ohne Zutun des Opfers.
- Windows-DNS-Server: gleich mehrere kritische RCE-Lücken (u. a. CVE-2026-62878 und CVE-2026-62817), die sich über präparierte Pakete und ohne Nutzerinteraktion ausnutzen lassen.
Besonders für Server-Betreiber sind die DNS- und QUIC-Korrekturen dringend, da sie sich ohne Anmeldung und ohne Zutun ausnutzen lassen. Auf Privatrechnern installiert Windows Update die Patches in der Regel automatisch – ein manueller Check schadet dennoch nicht.
Quellen: SecurityWeek, Zero Day Initiative.



















