Serverraum

Proxmox VE 9.2: Erste offiziell unterstützte ARM64-Edition

Proxmox Server Solutions hat am 5. August 2026 die erste offiziell unterstützte ARM64-Edition seiner beliebten Virtualisierungsplattform angekündigt. Proxmox VE 9.2 für arm64 teilt sich dieselbe Codebasis, dieselben Paket-Repositories und denselben Release-Zyklus wie die etablierte x86-64-Ausgabe.

Damit ist ARM erstmals keine Bastellösung mehr, sondern eine gleichrangige Plattform: Laut Ankündigung besteht volle Feature-Parität über KVM (virtuelle Maschinen), LXC (Container), ZFS und Ceph. Die ARM64-Variante basiert auf Debian 13.5 „Trixie“ mit dem Linux-Kernel 7.0.

Was das für Homelabs und Server bedeutet

ARM-Prozessoren sind vor allem für ihre hohe Energieeffizienz bekannt. Eine offiziell unterstützte Proxmox-Ausgabe eröffnet damit neue Einsatzfelder – von stromsparenden Homelab-Servern über ARM-basierte Cloud-Instanzen bis hin zu leistungsstarken ARM-Serverplattformen. Bislang ließ sich Proxmox auf ARM nur über inoffizielle Wege betreiben, ohne Garantie auf Updates und Stabilität.

Dass Proxmox die ARM64-Edition in denselben Release-Lifecycle wie die x86-Version einbindet, ist der entscheidende Punkt: Sicherheitsupdates und neue Funktionen erscheinen künftig parallel für beide Architekturen. Wer den Umstieg plant, sollte wie gewohnt vorab Backups anlegen – die Grundlagen dazu zeigt unser Guide zu Proxmox-Backups mit vzdump.


Quelle: Self-Hosted Weekly (elest.io), Week 32/2026.

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