Der Planet Neptun mit seinen Ringen und inneren Monden

Pluto: Hinweise auf flüssigen Stickstoff

Auf dem Zwergplaneten Pluto ist womöglich kürzlich Flüssigkeit geflossen: Eine neue Studie findet Hinweise, dass flüssiger Stickstoff durch Risse am Nordrand von Sputnik Planitia aufsteigt – dem riesigen herzförmigen Gletscher.

Der Fund

Bilder der NASA-Sonde New Horizons von 2015 und 2016 zeigen im Norden von Sputnik Planitia stadtgroße Konvektionszellen, die durch dünne, dunkle Linien getrennt sind. Neue Analysen deuten darauf hin, dass diese dunklen Streifen zeitweise „benetzt“ werden – vermutlich von flüssigem Stickstoff. Es wäre der erste Hinweis auf kürzlich geflossene Flüssigkeit auf Plutos Oberfläche.

Ein Rätsel

Plutos eisige Bedingungen machen Stickstoff-„Regen“ eigentlich unmöglich. Dennoch ähneln die dunklen Muster Gletscherstrukturen auf der Erde, die von Wasser benetzt wurden. Die Studie stammt vom Southwest Research Institute unter Leitung von Alan Stern, dem Chefwissenschaftler der New-Horizons-Mission. Sputnik Planitia, ein gefrorener Stickstoff-Gletscher, ist größer als Texas und Oklahoma zusammen.


Quellen: NASA, phys.org.

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