Smart Glasses: iOS-Scanner können Kameraaufnahmen nicht erkennen

Smart Glasses: iOS-Scanner können Kameraaufnahmen nicht erkennen

Mehrere Scanner-Apps für das iPhone versprechen, Datenbrillen im direkten Umfeld aufzuspüren und so vor heimlicher Überwachung zu schützen. Wer jedoch darauf hofft, durch diese Werkzeuge zuverlässig vor unbemerkten Aufnahmen gewarnt zu werden, wiegt sich in falscher Sicherheit: Die Software kann aktive Kameraaufzeichnungen technisch nicht erfassen.

Vier Scanner-Apps im App Store

Im Mittelpunkt der Thematik stehen die vier Anwendungen AntiZuck, Spectre, Spex und Smart Glass Finder. Die Programme zielen darauf ab, sogenannte Smart Glasses in der Umgebung zu orten. Im September erschienen jeweils die ersten Versionen 1.0 von Spex und Smart Glass Finder sowie die Version 2.5 von Spectre, die vom Anbieter 6tSevn BV stammt. Spectre führt dabei eine Liste von 19 erkannten Marken auf, um entsprechende Brillen zu identifizieren.

Einschränkungen im Kleingedruckten

Dass die Apps Nutzer nicht vor Spionage schützen können, verdeutlichen erst die detaillierten Beschreibungen auf Apples Vertriebsplattform. Der Eintrag von Spex im App Store weist ausdrücklich darauf hin, dass die Software weder Aufnahmen noch Livestreams erkennen kann. Eine nahezu identische Klarstellung findet sich bei Smart Glass Finder: Dort wird explizit festgehalten, dass eine Aufzeichnung durch die Kamera technisch nicht erfassbar ist.

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Die Anwendungen registrieren folglich allenfalls das Vorhandensein kompatibler Hardware, geben jedoch keinerlei Auskunft darüber, ob die Sensoren und Kameras der erkannten Brillen in diesem Moment Fotos oder Videos anfertigen oder Daten übertragen.

Hohe Systemanforderungen

Auch bei den technischen Voraussetzungen zeigen sich Unterschiede. Für die Installation von AntiZuck und Spex setzt Apple mindestens iOS 18 voraus. Die Anwendung Smart Glass Finder erfordert sogar mindestens iOS 18.2. Im Fall von Spectre wird im App Store als Voraussetzung die Angabe iOS 26 ausgewiesen.

Für Verbraucher und Datenschützer bedeutet dies: Sogenannte Brillen-Detektoren bieten keinen Schutz vor unerwünschten Video- oder Fotoaufnahmen. Da das Kleingedruckte der Apps deren praktische Schutzwirkung bereits relativiert, sollten Nutzer sich keinesfalls auf ein Warnsignal bei der Kameraaktivität verlassen.

Quellen: Borncity.com

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